Creepy Horror-Games für den Browser

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Unschuldige Spiele im Horrormodus

Wenn die Internet-Horror-Gemeinde Spiele umprogrammiert, damit sich die Community gruselt, kommt ganz schön Verstörendes dabei raus...

Nämlich eine Flut an Games, die du auf den ersten Blick zwar zu kennen scheinst, sich inhaltlich jedoch stark vom ursprünglich unschuldig angedachten Image unterscheiden. Die folgenden Horror-Games findest du übrigens zum Download im Netz (mal mehr, mal weniger legal).

Pokémon – Buried Alive

Um dieses weltberühmte Gamefranchise rankten sich schon vor der Veröffentlichung der roten und blauen Edition in Europa einige Mythen. Wusstest du zum Beispiel, dass es eine japanische Betaversion gab, nämlich die grüne Edition? Auf den internationalen Markt wurden dann ja Pokémon blau, rot und gelb geworfen, allerdings mit einer veränderten Version der Musik für Lavender-Town – einer Stadt im Spiel. Bis heute geistert der Mythos durchs Netz, diese Änderung sei auf zu hohe Frequenzen in der ursprünglichen Musik zurückzuführen, welche bei Kindern reihenweise Kopfschmerzen und seltsames Verhalten verursacht haben soll, das auch Suizide zufolge gehabt haben soll. Bestätigt hat sich diese kühne These bis heute natürlich nicht.
Selbstmord in Verbindung mit einem Spiel, das vorwiegend bei Kindern beliebt ist, kommt schon creepy rüber. Diese Kombi machen sich einige programmierfreudige Fans seit geraumer Zeit zu Nutze, um aus den herkömmlichen Editionen gewissermaßen Horror-Stories im Adventurestyle zu schmieden. In einer der ersten kämpfte man gegen das sogenannte Buried Alive Monster, auf das man in der oben bereits erwähnten Lavender-Town trifft. In den originalen Pokémon-Editionen steht dort eine Art Friedhofsturm. Für die Programmierer war das scheinbar die optimale Location, um einen Zombiespieler einzubauen, gegen den man nicht gewinnen kann und der dir die Leiche deiner Spielfigur im Anschluss stolz auf dem Bildschirm präsentiert.

https://www.youtube.com/watch?v=HONOMwZMzS

Mario.exe

Und du dachtest, Wario wäre die Nemesis des sympathischen Italo-Klempners. Dabei ist es Mario selbst der hier das Setting aus Super Mario Land terrorisiert. Als Luigi musst du mit ansehen, wie Prinzessin Peach in einen Abgrund geworfen wird, um Mario im Anschluss davon abzuhalten, die Jump'n'Run-Welt noch weiter ins Verderben zu stürzen. Auf deinem Weg erwarten dich neben zerstückelten Pilzen und seltsamer 8-Bit-Musik auch immer wieder Botschaften, die Mario mit Blut an die Wände schmiert. Spoiler: Nicht alle Charaktere überleben.



Herobrine – Minecraft

Hierbei handelt es sich um den wohl strittigsten Charakter der Minecraft-Geschichte. Irgendwann tauchte Herobrine in den Livestreams einiger Minecraft-Spieler auf und füllte schon bald den Gesprächsinhalt kompletter Foren. Manche Spieler behaupteten, dass sich Herobrine in ihre Spiele schlich, um seltsame Gegenstände zu platzieren und ihnen Steine zu rauben. Klingt soweit ja relativ unspektakulär und wenig gruselig. Nur rechnet man, wenn man Minecraft spielt, eher weniger damit, in seinen eigenen Welten auf eine Figur zu treffen, die sich nicht wie sonst automatisch als Spieler identifiziert und dazu noch ein scheinbares Eigenleben hat. Denn die Figur besitzt leuchtend weiße Augen und kann sich laut Augenzeugenberichten in die Accounts von Spielern hacken.
Beides sei jedoch laut der Programmierer des Spiels nicht (mehr) möglich. Dennoch veränderte dieser Charakter eine Zeit lang in gewisser Hinsicht das Genre des Spiels, als sich eine regelrechte kollektive Furcht vor diesem Phantom breit machte. Obwohl die komplette Figur wohl auf einen Hack oder geschickte Bildmanipulation zurückzuführen ist, weigert sich der Charakter innerhalb der Minecraft-Community zu sterben und wird bis heute immer mal wieder gesichtet.

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Misfortune.GB

Ein Gameboy-Spiel, das sich an der Optik der Welt aus den Pokémon-Spielen orientiert, sonst aber inhaltlich nichts mit dem Game zu tun hat. In einem Raum trefft ihr auf eine Figur, die wohl den Teufel darstellen soll. Der stellt sich erstmal mit den Worten vor:
I exist within the very fabric of reality. Do you want to challenge me?

Lässt du dich auf die Herausforderung ein, musst du zwischen vier Hütten wählen. Und jetzt wird’s creepy, denn bevor du dich entscheidest, in eine der besagten Hütten zu gehen, bekommst du erstmal folgende Warnung zu lesen:
Choose wrong and misfortune will befall your loved ones

In Verbindung mit der Bekundung der Figur, sie existiere in der Realität, wird dem Spieler also erstmal mit ernsthaften Konsequenzen gedroht – aber hey, kein Druck beim Spielen. Natürlich gibt es auch hier Behauptungen, dass Leute, die Misfortune.GB gezockt haben, depressiv wurden und manche Spieler Selbstmord begingen. Aber solche Gerüchte gehören scheinbar zur Werbestrategie der Programmierer. Man soll sich ja auf jeden Fall gruseln, gell?

Sonic.exe

Sonic befindet sich auf einem persönlichen Rachezug gegen seine Freunde. Die Besonderheit dabei: Ihr führt Sonics Opfer wortwörtlich durch die Hölle. Denn der erste Schritt des flinken Igels ist die eigene Welt in Flammen zu setzen. Ein bisschen Psychospielchen à la Saw ins Jump'n'Run gestreut und Schwupps habt ihr eine masochistische Version des Konsolenklassikers. Bitte sehr!

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