Einigkeit & Rap & Freiheit

Einigkeit & Rap & Freiheit

Wie aus einer YouTube-Serie ein Spendenevent werden soll

Manche von euch kennen ihn vielleicht vom Doku Channel "Y-Kollektiv" - der Redakteur Hubertus Koch veröffentlicht vielschichtige Webserie und plant Charity-Event mit Rapgrößen wie Xatar, Kontra K oder Trettmann.

#wirsindmehr

"Chemnitz 2018. Künstler auf der Bühne gegen Nazis, für mich ein guter Anfang. Man braucht doch keinen Nazimob um aktiv zu werden. Ich will nicht mehr nur gegen das Böse, ich will für das Gute sein." – Hubertus Koch
Mit diesen Worten beginnt die Webserie "Das ist RAP!" auf YouTube. Erzählt wird sie vom jungen Journalisten Hubertus Koch, doch um die ganze Geschichte verstehen zu können, muss man vielleicht etwas über diesen Journalisten wissen, denn das ist seine Geschichte.

Angefangen hat alles mit seinem Traum: Sportjournalist. Berichten bei Sport1. Irgendwann schleicht sich aber das Gefühl ein, etwas anderes machen zu müssen, etwas mit mehr Bedeutung. Er kauft sich eine Kamera und kontaktiert eine alte Freundin aus München. Ihr Vater bringt zu der Zeit Hilfsgüter nach Syrien und da Koch sich als Dokumentarfilmer versuchen will, begleitet er ihn.

Süchtig nach Jihad

Danach ist alles anders. Er kommt zurück und muss nicht nur mit Depressionen kämpfen, seine komplette Sicht auf die Welt ändert sich und er verliert den Glauben in die Menschheit. Für seinen Dokumentarfilm Süchtig nach Jihad erhält er den deutschen Fernsehpreis, auf dessen Preisverleihung er für Aufruhr sorgt:
"Ich mach's Fernsehen an und krieg's kalte Kotzen!" – Hubertus Koch

All diese Dinge werden in seiner halb fiktionalen Serie thematisiert: Es geht um die Fernseh- und Medienkultur in Deutschland, Depression, den Umgang mit Leid in Syrien oder dem „Dschungel von Calais“, um die Verlogenheit von Prominenten und ihren "Charity-Events", um Kunst.

Ein Journalist zwischen Festanstellung und Kunst, zwischen dem Druck vom Finanzamt und dem Willen zu gestalten. In der Serie steht der Protagonist im ständigen Konflikt mit sich selbst und streitet sich mit seinem imaginärem Alter ego – schwarz-weißt denken gibt es nicht. Mittendrin immer wieder Ausschnitte von Interviews mit Deutschrap Größen: Xatar, Celo & Abdi, Kontra K, Trettmann, Marteria,…



Rapper auf’m Platz

So ganz verstehen kann man den Zusammenhang der vielen verschiedenen Aspekte der Serie erst, wenn man alle Folgen gesehen hat und die Hintergründe kennt. Denn Koch will mehr als nur seine Geschichte erzählen, mehr als nur Kritik äußern – er will auch etwas verändern.

Das ganze Projekt hat nämlich ein Ziel: er will selbst ein Event veranstalten. Der Plan ist es, kleine Gruppen aus Rappern gegeneinander in einem Fußballturnier antreten zu lassen, dazwischen soll es auch Konzertauftritte geben. Für welches Projekt gespendet wird, entscheidet jedes Team für sich selbst.
"Bei 'Rapper auf’m Platz' sind wir für die Guten: die Obdachlosenhelfer, Tierschützer, Flüchtlingsinstitutionen und für die Inklusion. Deutschrap ist so bunt wie Deutschland selbst." – Hubertus Koch

Jeder macht das, was er kann, was ihm Spaß macht und für was er steht. Die Kraft hinter Deutschrap und Fußball wird vereint um ein ehrliches Event zu veranstalten, bei dem es nicht um Glamour und Selbstdarstellung geht. So haben sowohl die Künstler, als auch das Publikum was davon – und das wichtigste, alles für einen guten Zweck.




Mach mit!

Momentan ist noch kein konkreter Plan da, den macht der Dokumentarfilmer gerade mithilfe seiner Community. Wenn du die Idee also auch gut findest (selbst wenn es vielleicht keine egoMusik ist), dann schau dir gern die Serie an und gestalte das Event selbst mit!

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