The Human Library

The Human Library

"Don't judge a book by its cover"

Nicht aus trockenen Büchern, sondern von einzigartigen, interessanten Persönlichkeiten lernen - Theorie also wirklich lebendig machen. Das ist das Konzept der Human Library.

Kaum einer geht heutzutage noch in die Bibliothek, um sich mit Büchern über ein spezifisches Thema zu informieren - das googelt man mal eben. Wenn die Bücher aber mit echten Personen und persönlichen Geschichten ersetzt werden, könnte der Gang in die Bib eventuell doch noch sein kleines Revival erleben.

Wir reden hier von der Human Library - einem Ort, wo sich Menschen über ihre persönlichen Erfahrungen austauschen können. 


Was wissen wir denn überhaupt von unserer Gemeinschaft?

Durch die Initiative lernt man zum Beispiel was über das Leben eines Obdachlosen, eines Nudisten oder eines Holocaust-Überlebenden und kann so seine eigenen Stereotypen hinterfragen und überwinden. Aktuelle Debatten wie #MeToo sind natürlich auch vertreten, mitunter durch ein Opfer von sexueller Gewalt, oder auch Vertretungen von politisch stigmatisierte Gruppen wie ein Geflüchteter und ein Muslim.

Wie kam die Idee zustande?

2000 von den Brüdern Ronni und Dany Abergel und einigen Kollegen in Kopenhagen im Rahmen des Roskilde-Festivals ins Leben gerufen, versucht es auch noch heute Menschen mit unterschiedlichsten Herkünften und Lebensgeschichten zusammenzuführen und zum Dialog zu motivieren - die Angst durch Wissen vorbeugen, da viele menschen unter anderen Umständen wohl niemals zusammen gekommen wären. 
Auch die anfängliche Sorge, dass die Besucher die Initiative gar nicht ergreifen wollen, hatte sich schnell erledigt:

Schon bevor der erste "Leser" in die Bibliothek gekommen war, hatten sich schon die "Bücher" untereinander ausgetauscht.


Der Polizist diskutierte mit dem Graffiti-Sprüher, oder die Feministin mit dem Fußballfan. In kürzester Zeit und ganz von allein ging die Idee auf. Wie von selbst. Mittlerweile hat sich das Konzept allerdings schon auf der ganzen Welt - in über 70 Ländern - verbreitet.

Wie funktioniert das Ganze genau?

Das Prinzip ist recht simpel: Aus einem Katalog kann man sich einen Themenüberblick der menschlichen Bücher holen. Jeder darf mitmachen, damit es möglichst vielfältig ist. Wenn man sich für etwas speziell interessiert, trifft man sich dann zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde.

"To help build social cohesion and a greater understanding for diversity in the community, locally and on a global level."




Wer jetzt Interesse hat, kann sich hier nach den nächsten Events in der Nähe umschauen.

Wenn es keinen in nächster Zeit gibt, organsier doch selber einen!

"How are we to understand each other, if we do not have the opportunity to talk to each other?"

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