Sneaker aus Kaugummis und Müll

Sneaker aus Kaugummis und Müll

Wie du mit Schuhen was Gutes tun kannst

Nicht nur Sneaker sind seit den letzten Jahren wieder groß im Hype – auch Recycling ist seit den letzten Jahren wieder allgegenwärtig. Warum also nicht beides kombinieren?

Wenn du umweltbewusst sein willst, dir aber deine Wirbelsäule zu lieb ist, um Barfuß zu gehen, dann probier es mal mit diesen Alternativen...

Die Gumshoes von Explicit

Ganz neu mit im Boot sind die Gumshoes. In Amsterdam werden, laut dem dort ansässigen Hersteller, jährlich 1,5 Millionen Kaugummis auf die Straße und Gehwege gespuckt. Das ist nicht nur unnötig und unangenehm für alle Beteiligten, sondern auch eine riesige Verschmutzung – die zweitgrößte nach Zigaretten, um genau zu sein.

Aber das Team aus den Niederlanden haben ganz pragmatisch 1+1 zusammengezählt und beschlossen, die abgekratzten Kaugummis für den Gummi von Schuhsohlen wieder zu verwerten, anstatt sie in die Müllverbrennung zu lassen. Das ganze nennt sich Gum-Tec und findet sogar außerhalb von Sneakern bald hoffentlich mehr Verwendung.

Das Projekt ist so simpel wie brillant und die Schuhe können sich auf jeden Fall sehen lassen! Bisher sind die Sneaker in schwarz und pink zum Vorbestellen erhältlich und kosten stolze 200€, das ist zwar eine Menge Geld, aber du unterstützt damit eine kleine Marke und sorgst gleichzeitig damit für schlaues Recycling. Bei der Konkurrenz kosten sie ja auch nicht weniger.


 

Schuhe aus Plastikmüll von adidas x Parley

Der Sportmarkengigant hat schon vor ein paar Jahren die ersten Projekte mit den Umwelt-Aktivisten Parley for the Oceans gestartet. Seitdem tauschen sie Teile der textilen Upper der Schuhe mit TPU-Fäden, die aus Plastikmüll im Ozean hergestellt wurden.

Die Kollaboration wird aber nicht nur immer erhältlicher, sondern auch immer effizienter!

Während die Schuhe anfangs schnell vergriffen und mit wenig Ozean-Plastik-Anteilen waren, sind mittlerweile bis zu 85% des Uppers aus Plastikmüll gefertigt und die Auswahl an Modellen wächst stetig. Mittlerweile ist der Großteil der gemütlichen Boost-Klassiker von adidas in der umweltfreundlichen Ausführung zu haben.

Wer sich also demnächst mal einen Stoff-Sneaker zulegen will, sollte sich durchaus überlegen vielleicht lieber bei der Parley-Version des Schuhs zuzuschlagen.
 

Nike Runner aus alten Stoffschuhen und Plastikflaschen

Zwar ohne Ozeanplastik, aber aus durch getragenen Schuhen, stellt Nike unter dem Projekt Grind ihre textilen Produkte zum Teil aus deinen alten Stoffschuhen und Plastikflaschen her. Wenn sich deine Laufschuhe irgendwann vollends verabschiedet haben, dann gibt sie also einfach beim Nike-Shop in deiner Nähe ab, anstatt sie wegzuschmeißen.

Schuhe aus dem 3D-Drucker

Speziell adidas, aber auch die Konkurrenz von Nike und New Balance, will 3D-gedruckte Schuhe immer erhältlicher und lokaler machen. Bei adidas nennt sich das Projekt Futurecraft und das Ziel ist in sogenannten Speedfactories direkt vor Ort den Schuh exakt auf die persönlichen Maße und das Laufverhalten gedruckt zu bekommen, ohne die Schuhe erst in Fernost zusammenkleben lassen zu müssen. Wir sind gespannt, wie viele Jahre noch vergehen, bevor man seine Schuhe frischgedruckt an der Kasse abholen kann.

Schuhe aus 100% Holz!

In Holland und dem Rest von Europa wird schon seit längerer Zeit umweltbewusst Schuhwerk hergestellt. Die letzten Jahrhunderte hat sich das Design der Holzschuhe zwar nicht viel verändert, aber der Retro-Look der Clogs ist ja immer aktuell!

Design ❤ Agentur zwetschke