Sleaford Mods

Sleaford Mods

Info:

Beginn: 20:00 Uhr
Kategorie: Konzert

BACKSTAGE – Kultur- & Veranstaltungszentrum

Reitknechtstraße 6
80639 München
Mit ihrem zehnten Studioalbum Eton Alive kommen die englischen Punk-Pöbler nach München.

Am 16. September darf sich das Backstage Werk auf eine gesunde Portion Attitüde und Aggression einstellen. Das englische Post Punk Duo Sleaford Mods hat Ende Februar seine zehnte LP Eton Alive herausgebracht. Damit gehen die zwei im September auf Tour - und sie sind noch immer wütend.

Eaton Alive vs. eaten alive

Eaton Alive ist das erste Studioalbum, das Jason Williamson und Andrew Fearn alias Sleaford Mods unter ihrem eigenen, neu gegründeten Plattenlabel Extreme Eating aufgenommen und veröffentlicht haben. Es klingt vielleicht nicht mehr ganz so aggressiv geladen wie ihre bisherigen Alben, ihr unverkennbarer Stil bleibt aber doch derselbe. Über Andrew Fearns geloopte Instrumentals mit ordentlich Beat rappt Jason Williamson energiegeladene Anti-Establishment-Rants im rotzigen Nottingham-Dialekt. Mit Eaton Alive wagt sich Williamson sogar mal aus den trauten Gefilden des Raps hinein in das unbekannte Territorium Gesang - und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen.


Manche schimpfen allerdings den Albumtitel Eaton Alive als wenig originell.

Laut ausgesprochen könnte man Eaton Alive mit eaten alive verwechseln, also "bei lebendigem Leib gegessen". Das soll man aber auch. So platt das Wortspiel vielleicht sein mag, es ist deswegen nicht weniger zutreffend und durchaus so gewollt. Es sollen sich nämlich all jene Politiker angesprochen fühlen, die im englischen Elite-College Eton zu den führenden Staatsmännern des Landes herangezogen werden und dann später Vollkatastrophen wie den Brexit zu verantworten haben. Die Arbeiterklasse, die ohnehin keinen Einblick geschweige denn Einfluss auf die britische Politik hat, wird vom System gefressen (eaten alive eben) und bleibt mit den fatalen Konsequenzen im englischen Dauerregen stehen.

Im Interview mit der Zeit betrachtet Jason Williamson die Ironie des Musikbusiness mit seinem einverleibten Galgenhumor. Die Sleaford Mods seien erst in den letzten fünf Jahren auf dem Radar der Kritiker erschienen und dadurch groß geworden. Und das, obwohl sie beim Songwriting nur einem Leitspruch folgen: it shouldn't work. Umso mehr amüsiert es Williamson, dass zwei verbrauchte Kerle mittleren Alters aus der Arbeiterschicht Nottinghams mit ihren platten Parolen auf Pippi Kacka Niveau auf einmal so furchtbar ernst genommen werden. Auch junge Punkbands aus England wie Shame oder Idles hätten den Sleaford Mods zwar gut zugehört, aber doch nichts verstanden. Wie könnte man denn bitte in so jungem Alter Themen wie Arbeitslosigkeit, Dauerarmut, Perspektivenlosigkeit und Alkoholismus authentisch angehen? Für Williamson haben solche Band-Hypes ein Ablaufdatum.



Da freuen wir uns doch drauf, am 16. September von den Sleafod Mods the real shit auf die Ohren zu bekommen. Denn die wissen aus Erfahrung, wovon sie reden. Los geht's um 20 Uhr im Backstage, die Tickets im Vorverkauf kosten 26€. Oder aber du füllst das Formular aus und mit ein bisschen Glück nimmt dich egoFM mit!

Info:

Beginn: 20:00 Uhr
Kategorie: Konzert
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