Die besten Musikvideos 2018 (bis jetzt)

Die besten Musikvideos 2018 (bis jetzt)

Diese Videos feiern wir ab

Natürlich wollen wir nicht nur dem Musikfernsehen aus den 90ern hinterherweinen. Musikvideos von heute sind schließlich mindestens genauso toll - mit ein bisschen weniger schlechten Effekten und dafür umso besserer Kameratechnik und Inszenierung eben.

In der Redaktion sind wir uns absolut einig – wir lieben Musikvideos. Warum? Ganz einfach, sie liefern eine weitere, oftmals ziemlich aufschlussreiche Sichtweise und Interpretation auf ein Song.

Hand aufs Herz: Wie hast du schon gedacht, ein Song absolut richtig analysiert zu haben und - zack - das Video zeigt dir, wie falsch du wirklich gelegen hast. Wie bei einer ziemlich missglückten Gedichtanalyse in der Schule. Oft sind sie skurril, manchmal auch ziemlich ernst gemeint. Egal wie, Künstler erschaffen durch ihr Video eine weitere künstlerische Darbietung, die wir uns nur zu gern wieder und wieder und wieder anschauen – solange sie gut sind, wohlbemerkt.

Unsere egoKünstler leisten in der Hinsicht auch ziemlich gute Arbeit. Deswegen haben wir uns mal Gedanken über unsere momentan liebsten Musikvideos der egoKünstler gemacht und standen vor einer wirklichen schwierigen Aufgabe.

Hier fünf Musikvideos, die wir in diesem Jahr entdeckt, in Dauerschleife geguckt und gefeiert haben:


This is America – Childish Gambino

Childish Gambinos "This is America" ist ein Meisterwerk versteckter Hinweise und unterschwelliger Anspielungen. Bereits durch den Text wird der Inhalt klar, durch das Video aber erst richtig. Donald Glover aka Childish Gambino schildert in seinem Video das Leben als Schwarzer in den USA, vor allem bezieht er sich dabei auf die US-Waffenlobby. Hiro Murai führte bei diesem mittlerweile über millionenfach geklickten Video Regie und stellt Amerikas gesellschaftlichen Probleme packend dar. Das Video wirkt skurril – fröhliche Gospel-Gesänge und kurz danach wird der Chor abgeknallt. Trifft den Zeitgeist.

 

Happy When I'm Blue – Jesper Munk

"Ach komm, eigentlich hatten wir das Video ja schon komplett geplant, aber in China gibt es ein Fake-Paris, lass mal lieber dort drehen" – so oder so ähnlich muss es bei Regisseur Lewis Llyod und Jesper Munk abgelaufen sein, als sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entschieden haben, das Musikvideo zu "Happy When I'm Blue" in der kleinen Stadt Hangzhou in China zu drehen. Umgeben von Plattenbauten steht in einem Park eine Replik der Stadt Paris. Als Kulisse für einen Drehort auf alle Fälle ein Hingucker.



Tieduprightnow – Parcels

Es ist das erste Musikvideo der fünf Jungs und - was sollen wir sagen? - es macht einfach nur Spaß. Die australischen Wahl-Berliner bedienen in dem Filmchen jedes Klischee, das man von Australien kennt: Nahaufnahmen von Kängurus, Delphine, schöne Frauen, eine wahnsinnig schöne Landschaft und ein cooler Surfspot sind Dreh und Angelpunkt des Videos. Gepaart mit einer Menge Selbstironie und 70's Flair macht uns das Video von Parcels einfach warm um's Herz.



Big God – Florence + the Machine

Der Song hat es absolut in sich, schon der Titel "Big God" verspricht Großes. Er klingt düster, laut und bedrohlich. Florence Welch überzeugt nicht nur mit den Namen, die hinter dieser gewaltigen Kooperation stehen, sondern vor allem mit ihrer Tanzeinlage im dazugehörigen Video, die sie und eine Gruppe von Tänzerinnen abliefert. Wegschauen fällt hier super schwer – ist eigentlich unmöglich, weil so gut!



Wriggle – Cosmo Sheldrake

Der musikalische Allrounder Cosmo Sheldrake hat uns diesen Frühling ein Album beschert und dazu kamen noch sehr skurrile und witzige Musikvideos. Abgefahren und bunt sind die. Das Video zu "Wriggle" zieht einen nur so in den Bann, dort folgt man - eher weniger real dargestellt - einem Vogel bei seinen täglichen Aufgaben und Angewohnheiten. Ach Cosmo, wir lieben deine seltsame Art.





Ziemlich gut, oder? Falls du jetzt immer noch ganz melancholisch in der VIVA-Trauer-90er-Blase unterwegs bist, haben wir auch dafür auch eine Lösung: Unsere Lieblings-Musikvideos aus den 90ern haben wir nämlich ebenfalls in einer Liste gesammelt.

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