Okta Logue zu Gast bei Max

Okta Logue zu Gast bei Max

Das ganze Interview zum Nachhören

Musiker und Radiomoderatoren mögen Bier. Insofern passt die Kombination aus Max und Okta Logue perfekt, um sich über Roadtrips, andere Trips und natürlich über das neue Album Diamonds and Despair zu unterhalten.

Mit ihrem fantastischen dritten Album Diamonds and Despair waren Okta Logue unser Lieblingstonträger der Woche. Benno und Philip der hessischen Band waren auch schon mit Portugal. The Man und - Trommelwirbel - Neil Young auf Tour. Wie war das denn, wenn man mit so einer Ikone eine Bühne teilen darf?

Neil Young war traumhaft. Er war ja logischerweise auch für uns ein großer Einfluss. Und wenn man da steht, auf dieser Arenabühne, dann musste man zurückdenken an die Fotos, die man gesehen hat als dreizehnjähreiger Junge und man gerade erst anfing Gitarre zu spielen. Man sieht diese riesigen Stadien und steht auf einmal selbst da. Und spielt. Vor diesem Mann. Es war wie ein einziger großer Rausch. Er war jedoch ziemlich unsichtbar, was wahrscheinlich der größte Unterschied zu Portugal. The Man war. Man verliert sich in den Katakomben dieser riesigen Hallen, er kommt kurz vor dem Konzert und ist während des letzten Applauses schon wieder weg. Es ist einfach sehr professionell. Ist aber auch verständlich, dass man sich mit 70 Jahren nach einem zweieinhalbstündigen Konzert eher zurückzieht.
Das Album ist gefüllt mit wunderbarstem Psychedelic Rock. Den konsumiert man ja bekanntlich gerne mal, wenn man ein bisschen mehr als Zigaretten und Aspirin zu sich genommen hat. Aber auch ein wirklich realer Reise-Trip war die Inspiration für Okta Logue. Ein Trip, den wir uns wahrscheinlich alle schon mal erträumt haben:

Das Album ist ein perfekter Soundtrack zu einem Roadtrip-Film. Ich hab das auch schon gemacht vor ein paar Jahren mit einem Kumpel zusammen. Von San Diego nach Seattle sind wir die komplette Westküste einmal nach oben gefahren, in einem Bus, den wir uns für 500 Dollar gekauft und am Ende wieder verkauft haben. Darin konnten wir auch pennen. Und so waren wir dann zwei Monate von Stadt zu Stadt unterwegs.
Hessen ist nicht unbedingt als Brutstätte vieler Psych-Rock Bands bekannt. Wieso habt ihr euch entschieden, damit aufzuräumen?

Es war keine bewusste Entscheidung. Wir haben uns in Darmstadt kennengelernt, haben die ganze Nacht zusammen verbracht, sind am nächsten Tag zusammen in den Proberaum und haben einfach angefangen. Und das kam dabei raus. Hat natürlich ein bisschen gedauert, bis sich das rauskristallisiert hat, aber das war das, worauf wir uns sofort einigen konnten und was uns am meisten Spaß gemacht hat.

Hier könnt ihr das ganze Interview nachhören:


Wenn ihr einen Roadtrip plant, oder auch einfach nur mal wieder ein richtig gutes Album hören wollt, können wir euch Diamonds and Despair nur wärmstens ans Herz legen. Wer da ist, kann Okta Logue unter anderem auf dem Maifeld Derby sehen.
Ab September touren sie dann auch wieder durch deutsche Konzerthallen. Und hier gibt's das Video zu "Pitch Black Dark":

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