PEOPLE: Der neue Streaming-Dienst für Nerds

PEOPLE: Der neue Streaming-Dienst für Nerds

Mit Songs von Matt Berninger, Sufjan Stevens, Liima, Justin Vernon uvm.

Justin Vernon (Bon Iver) und die Dessner Brüder von The National launchen PEOPLE.

Die Idee zu PEOPLE haben Justin Vernon, Aaron und Bryce Dessner wohl schon eine ganze Weile mit sich herumgetragen. 2016 ist daraus dann zunächst das PEOPLE Festival in Berlin entstanden, das die drei gemeinsam mit zwei Berliner Hipster Hoteliers ins Leben gerufen haben.

Diesen Sommer gibt es eine Fortsetzung von PEOPLE. Eine Woche im August werden laut Veranstaltern an die 160 Musiker im dicken B zusammenkommen, Songs schreiben und aufnehmen. Als Höhepunkt öffnet das Festival an zwei Tagen die Türen zum Berliner Funkhaus, um die dort entstandenen Songs der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Aus Festival wird Streaming-Dienst

Kurz vor dem Festivaltermin haben Justin Vernon und die Dessner Brüder nun eine Beta-Version zur PEOPLE Plattform mit Musikentdeckern auf der ganzen Welt geteilt. Die Plattform soll nicht nur das Festival begleiten, sondern ihr Künstlernetzwerk auf das nächste Level heben.

"Nehmen wir eine Band, die zehn Songs auf Platte rausbringt. Was passiert mit den anderen dreißig, die es nicht aufs Album geschafft haben? Wie verändern sich diese Songs im Laufe der Zeit? Was ist mit den Outtakes? Das ist alles faszinierend, aber es gibt keinen Platz für diese Musik, um zu leben." - Bryce Dessner

Bis jetzt. PEOPLE möchte Musikern ermöglichen, solche bisher unveröffentlichten Tracks ganz einfach doch mit der Welt zu teilen. Genauso soll Musik aus Nebenprojekten, die nichts mit der eigentlichen Musik des Künstlers oder der Band zu tun hat, Platz auf PEOPLE haben.

Die Macher wollen dabei auf keinen Fall als Konkurrenz zu Spotify & Co. gesehen werden.


Music is for everyone

Es soll allein um die Musik gehen, ohne kommerziellen Hintergedanken. Keine Labels, kein PR-Brimborium. Die teilnehmenden Künstler können ihre Musik ganz einfach hochladen – und auch wieder runternehmen, überarbeiten oder woanders veröffentlichen, wenn sie Bock haben. Die neue Streaming-Plattform ist werbefrei und trotzdem für alle Nutzer kostenlos.

Wir sind schon fleißig dabei, die Beta-Version auszuchecken: Eine Kollabo-EP von Justin Vernon und Aaron Dessner als Big Red Machine, Demos von Justin Vernon, Songs von Poliça, Liima und This Is The Kit, Beiträge von Matt Berninger (The National) und eine Coverversion vom Leonard Cohen Song "Memories". Und das war noch nicht alles, denn die Projekt-Liste auf der Seite ist lang.

PEOPLE ist zwar eindeutig zu nerdig für den Mainstream. Für Künstler, Musiker, Musikentdecker und -liebhaber aber genau das Richtige, um sich in dieser Nische einer digitalen Musikbibliothek für eine Zeit lang zu verlieren.

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