Tocotronic zu Gast bei Max

Tocotronic zu Gast bei Max

Das ganze Interview zum Nachhören

Nach zweieinhalb Jahren mit einem neuen Album waren Tocotronic wieder bei Max im Studio. Dabei wurde nicht nur über Musik und das neue Album, sondern auch über Führerscheinabgaben und die Liebe zu Kuscheltieren gesprochen.

Ihr Produzent bezeichnet sie als eine sehr fleißige Band. Um den Après-Tour-Loch oder auch Post-Tour-Depression zu entgehen, fängt die Band nach einer fertigen Tour schnell wieder mit dem Schreiben an neuen Songs an. Was dabei raus gekommen ist, haben sie in ihr neues Album gepackt. Das heißt Die Unendlichkeit  und kam am 26. Januar raus.


Unserem Max haben sie erzählt, was es damit auf sich hat.

Max: Die Unendlichkeit in zwölf Kapiteln erklären – hättet ihr's nicht lieber die Unmöglichkeit nennen sollen?

Hahaha - sehr schön gesagt. Es ist der Versuch einer Autobiografie. Es erschien uns zum jetzigen Zeitpunkt nach ungefähr 25 Jahren Bandgeschichte und gemeinsamen Weg eigentlich 'ne sehr interessante Aufgabe. Wir wollen uns auch nicht so wahnsinnig gerne wiederholen, deshalb ist 'ne ganz gute Herangehensweise sich immer 'n neues Thema zu schaffen, neues Konzept, 'ne neue Form – da kamen wir eben auf diese Idee der Autobiografie, weil mich des persönlich grade sehr interessiert hat, als Form wie vom Inhalt her über des eigene Leben nachzudenken. Des hängt vielleicht mit dem Alter ab in dem man ist, 46/47 so . Vielleicht genau der richtige Zeitpunkt. Und für die Arbeit an der eigenen Biografie erschien uns der Titel Die Unendlichkeit der einzig richtige zu sein.

Max: Da ihr euer Album ja als eine Autobiografie in zwölf Songs versteht - wo ist der Anfang euer Geschichte? Startet ihr in den Hamburger Kaschemen oder doch in Offenburg?

Es beginnt mit dem Titelstück Die Unendlichkeit, das ist quasi das Vorwort danach kommt eine relativ chronologisch erzählte Autobiografie. Das Titelstück ist eine Art Reflektion über Zeit und Musik als Träger von Erinnerung, auch als etwas, was einem Mut und Hoffnung machen kann. Was auch so 'n kosmischen Gehalt hat. Bei Musik denkt man ja oft an Sternensysteme. "Tapfer und grausam" behandelt dann die frühe Kindheit, so sechs bis sieben Jahre, "Electric Guitar" die frühe Jugend bis 14 Jahre und so weiter. Am Ende kommt dann "Mein Morgen" - behandelt die unmittelbar bevorstehende nahe Zukunft und als letztes "Alles, was ich immer wollte" ist eine Art Nachwort, wie ein Epilog.

Max: Jeder hat ja bekanntlich andere Leidenschaften und manche mögen's gern kuschlig. Dirk, sammelst du immer noch Stofftiere und was ist dein Lieblingsstofftier?

Ja ich kann die einfach nicht wegwerfen… Und ja, es gibt ein Stofftier das ich besonders gerne mag, das hab ich mal vor drei oder vier Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen. Des ist 'ne Plüschversion von dem Erdbeerbären aus Toystory 3, der heißt [quasi] genauso wie ich, Lotso, und hat einen ähnlich launischen und schwierigen Charakter. Man muss sich den Film anschauen, dann weiß man Bescheid.

Um nach Abgabe des Führerscheins nicht nur auf die Öffis angewiesen zu sein, hat sich Fahrradfahranfänger Dirk dann doch mal auf ein Bike getraut und sich kürzlich ein preiswertes geholt, wie er Max ziemlich am Ende noch berichtet.


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