Ungeborene Babys lieben "Bohemian Rhapsody"

Ungeborene Babys lieben "Bohemian Rhapsody"

Adele und Shakira schneiden eher schlecht ab

Wie war das genau mit der musikalischen Früherziehung? Mozart, Rolling Stones oder doch vielleicht einfach egoFM? Spanische Forscher fanden nun heraus, was die kleinsten unter uns am liebsten hören.

Ihnen wird viel vorgesungen, es gibt Kinderchöre und mit fünf Jahren spielen viele der Kids mittlerweile schon ein Musikinstrument - nicht nur für uns Oldies spielt Musik eine wichtige Rolle für die eigene Entwicklung. Aber wie genau ist das denn jetzt mit den Allerkleinsten von uns, mit denen, die noch nicht mal auf der Welt sind?

Musik wirkt beruhigend

Es ist tatsächlich wissenschaftlich bewiesen, dass Musik während der Schwangerschaft einer Frau beruhigend auf das ungeborene Baby wirken kann. Es wirkt sich nicht bloß positiv auf die Entwicklung des kindlichen Hirns aus, sondern stimuliert seinen Lernerfolg. Ab der 23. Schwangerschaftswoche kann das Ohr des Babys nicht nur Schwingungen, sondern auch Geräusche wahrnehmen, was die erste Brücke zur Außenwelt eines Kindes darstellt. Und was sollte eine Schwangere jetzt am besten hören? Haydn damit das Kind ein Genie wird oder getreu dem Geschmack der Eltern eher doch etwas Aktuelleres?

Versuch der spanischen Forscher

Mit genau dieser Thematik befasste sich das spanische Forscherteam aus dem Institut Marcques in Barcelona. Sie hinterfragten die Hypothese, dass Mozart das Beste für einen Fötus ist und wollten wissen, was ungeborene Babys am liebsten hören. Dafür beobachteten sie 300 Föten zwischen der 18. und 38. Schwangerschaftswoche.
Da sich ab der 16. Woche das Gehör der Kleinen anfängt auszubilden, ist das Gehör des Kindes elementar wichtig für die Entwicklung, da es eben den einzigen Kontakt zur Außenwelt bietet. Für den Versuch platzierten die Forscher in den Körper der Schwangeren einen "intravaginal speaker" und beschallten die jüngsten Musikhörer mit 15 unterschiedlichen Liedern: angefangen bei Bachs und Beethovens Sonaten zu traditionellen spanischen Weihnachtsliedern, Queen, Shakira und Adele.
Untersucht wurde die jeweilige Stimulation der Lieder bei den Föten, indem die Forscher schauten, ob sich die Münder der Babys öffneten oder geschlossen blieben, ob sie sogar ihre Zunge rausstreckten. Die Hypothese der spanischen Forscher ist dabei, dass angenehme das Sprachenzentrum stimuliert und die Föten dann versuchen auf die Musik zu antworten.

Föten sind Queen-Liebhaber

Tatsächlich bewegten 90 Prozent der 300 Föten ihren Mund, während sie "Bohemian Rhapsody" von Queen gehört haben. Hach, sind wir stolz. Bei Shakira und Adele sah das alles ganz anders aus: Lediglich 60 Prozent öffneten dort den Mund. Das Klischee, dass für Babys Mozarts Klänge am Besten sind, bestätigte sich aber auch: 91 Prozent bewegten ihren Mund und sogar 73 Prozent streckten die Zunge bei "Eine kleine Nachtmusik" von Mozart heraus. Generell gefällt ihnen klassische Musiker viel besser als Pop Musik - Queen scheinen da eine Ausnahme zu sein.

Die Höhen machen's

Woran liegt das jetzt aber genau? Ganz einfach, der Grund liegt in den Tonhöhen der Lieder:
"We still tend instinctively to speak [to newborns] in a high-pitched voice, because we know that newborns perceive those better, and this way they understand that we want to communicate with them."
- Dr. Marisa López-Teijón, die Direktorin des spanischen Instituts.

Wenn du dich jetzt kurz mal an Mercurys Gesang an manchen Stellen bei "Bohemian Rhapsody" erinnerst, merkst du schnell, warum die Kids es so gern haben.



Und jetzt alle: "Oh mama mia, mama mia, mama mia let me go!"

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