Cooking with your mouth

Cooking with your mouth

Vel Spucke, Bakterien und ein bisschen Kochkunst

Messer - zu gefährlich. Thermomix - zu einfach. Käseraspel - total 1950. Und alle anderen Küchenutensilien - laaaaaangweilig.

Die Lösung: Kochen mit dem Mund.

Ein Koch-Channel. So weit, so unbedeutend. Was das Ganze interessant macht: bis auf eine Schüssel verwendet die Köchin keinerlei Utensilien. Statt Messer, Raspel, Gabel und Co. benutzt sie ihren Mund. Mit ihren Zähnen raspelt sie Käse und zerkleinert Chilischoten, hackt Zwiebeln und schält Äpfel. Je nach Rezept schlürft sie Eiweiß, um es vom Eigelb zu trennen und zernagt rohes Fleisch für Tartar. Am Ende spuckt sie alles in eine Schüssel und vermischt es mit den Händen. So entstehen zum Beispiel Smoothies, Tartar, Guacamole und ein gefüllter Truthahn. Kann man machen…muss man jetzt aber auch nicht unbedingt.

Die Kommentare unter den YouTube-Videos reichen von völlig angewidert über verwundert hin zu völligem Entsetzen. Und viele halten diese – nennen wir es mal Kochkunst - für einen dummen Witz.
Das ist es aber nicht. Der Erfinder des Ganzen, Nathan Ceddia, ist ein australischer Künstler, der halb in London und halb in Berlin lebt. Er nimmt die Sache ernst und hofft, dass daraus eine Bewegung wird. Er möchte die Rezepte in Schulen und Gefängnissen vorstellen.

Der Gedanke dahinter ist... Sicherheit!

Der Künstler Nathan Ceddia kam überhaupt erst auf diese absurde Idee, weil er von so vielen Bekannten und Verwandten gehört hatte, dass sie den Umgang mit Küchenutensilien gefährlich finden. Wer mit dem Mund kocht, der kann sich nicht den Finger abschneiden, nicht die Haut aufraspeln und vor allem muss man auch kein Geld für Messer und Co. ausgeben.  



Eine moralische Frage zum Schluss: Kann man Essen, das man im eigenen Mund gekocht hat, beim Abendessen mit Freunden auftischen?

Öhm ja… wie dem auch sei: guten Appetit!


Design ❤ Agentur zwetschke