Google Maps wird klimafreundlicher

Google Maps wird klimafreundlicher

In Zukunft werden auch die umweltfreundlichsten Routen angezeigt

Von  Miriam Fischer
Bei neuen Features für den eigenen Kartendienst legt Google Maps den Fokus auf möglichst umweltfreundliche Fortbewegungsmöglichkeiten.

Klar, weder Google, noch das Auto als Fortbewegungsmittel stehen für Klimafreundlichkeit, aber sind wir mal ehrlich: Kaum eine*r kommt im Alltag ohne Google Maps (oder ähnliche Kartendienste) zurecht. Und von jetzt auf gleich komplett auf das Autofahren zu verzichten oder auf Alternativen wie Wasserstoff- oder Elektroautos umzusteigen, geht für viele Menschen eben auch nicht einfach so.

Also ist doch jeder Schritt, der den Autoverkehr an sich umweltfreundlicher macht, ein Schritt in die richtige Richtung.


Google Maps sucht die Routen mit dem geringsten CO2-Fußabdruck

Verkehr verursacht laut statistischem Bundesamt 26 Prozent der CO2 Bilanz von Privatpersonen. Ausführlichere Infos dazu findest du hier. Mit Google Maps könnte der CO2-Verbrauch beim Autofahren aber in Zukunft sinken. 

Google berechnet den Kraftstoffverbrauch

Anhand von Faktoren wie Straßenneigung und Verkehrsstaus schlägt Google Maps in Zukunft die umweltfreundlichste Route vor. Wenn beide Routen ungefähr die gleiche Ankunftszeit haben, wird den Verbraucher*innen neben der schnellsten Route dann auch standardmäßig die CO2 sparsamste Route angezeigt.

Aber auch wenn die umweltfreundlichere Route länger dauert, haben Nutzer*innen die Möglichkeit, den CO2-Verbrauch beider Routen direkt zu vergleichen, um sich für eine zu entscheiden. 


In den USA soll das Feature bereits Ende des Jahres für Android und iOS verfügbar sein - später dann weltweit. Andere Features gibt es durch ein Update bereits in den nächsten Monaten auch in Deutschland:

Die neue Routenansicht soll es Nutzer*innen außerdem erleichtern, sich für alternative Verkehrsmittel zu entscheiden.

In einer verbesserten Routenansicht soll schneller - und vor allem ohne hin und her klicken zu müssen - angezeigt werden, wie lange man für eine Strecke im Vergleich mit dem Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad braucht. Dabei werden vor allem die Verkehrsmittel angezeigt, die man selbst häufig nutzt und die in der jeweiligen Stadt besonders beliebt sind.  

Und mit dem Update kommt noch ein Umwelt-Feature: Es sollen endlich Informationen über Temperatur, Wetter und Luftverschmutzung angezeigt werden. 

Außerdem werden Autofahrer*innen vor Umweltzonen gewarnt

Der Kartendienst warnt in Zukunft davor, wenn es eine Umweltzone auf der Route gibt. In der App wird dann angezeigt, ob das eigene Fahrzeug erlaubt ist und falls nicht, welche alternativen Verkehrsmittel es in diesem Bereich gibt. 



Mit diesen Neuerungen geht Google einen wichtigen Schritt und ermutigt hoffentlich auch weitere Kartendienste - und vor allem auch Apps aus anderen Bereichen - den Fokus in Zukunft mehr auf den Faktor Umweltfreundlichkeit zu legen. 




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