Einkaufen mit gutem Gewissen

Einkaufen mit gutem Gewissen

So kaufst du nachhaltig Lebensmittel ein

Frisches und regionales Obst und Gemüse, nachhaltig produzierte Kleidung und am besten alles plastikfrei. Klingt utopisch? Ist es nicht.

Mittlerweile haben es hoffentlich auch die allerletzten von uns verstanden, dass langsam aber sicher etwas an unserem Konsumverhalten und Bewusstsein für Lebensmittel und Verpackungen geändert werden muss.

Ansonsten sieht die Zukunft tatsächlich nicht mehr so rosig aus. Tatsächlich können wir mit unserem eigenen Verhalten beim Einkaufen mehr gegen den Klimawandel bewirken, als wir denken. (Merke: Die Nachfrage bestimmt das Angebot).

Alles frisch, regional und auch noch fair einkaufen? Puh, klingt irgendwie nach einer Mammutaufgabe... - Ist es aber nicht! Hier unsere Tipps:



Es gibt so viele Angebote, wie wir unseren Alltag in nachhaltigere Bahnen lenken können. Und sie springen uns förmlich ins Gesicht. Der Klassiker sind wohl die Bauern- und Wochenmärkte, die es in eigentlich jeder Stadt gibt. Einfach deinen Jutebeutel nehmen und los geht's.

Bauern- und Wochenmärkte

Die einfachste und älteste Art von Zero Waste Shopping: Hier kannst du dir den Einkauf ganz easy in deine eigenen Beutel und Boxen packen lassen. Schöner Nebeneffekt? Du kaufst gleichzeitig regional ein und unterstützt Bauern und Höfe aus der Umgebung. 




Verpackungsfrei-Läden

Natürlich findet man auf Märkten auch nicht alles. Auf Eingepacktes aus dem Discounter muss aber niemand mehr zurückgreifen, denn es gibt mittlerweile in vielen Städten verpackungsfreie Supermärkte.

Einfach ein altes Einmachglas, oder eine Box mitbringen und schon können trockene Produkte wie Haferflocken, Nudeln oder Reis, Gewürze wie Pfeffer oder auch Flüssiges wie Milch oder Wein abgefüllt werden.


Supermärkte, die ihre Produkte ohne Verpackungen zum selber Abfüllen anbieten sprießen gerade nur so aus dem Boden. Es gibt zum Beispiel den OHNE Laden in München, den rutanatur in Augsburg oder den Schüttgut in Stuttgart.

Mit dieser Karte findest du den nächsten verpackungsfreien Laden in deiner Nähe:




Hier sind auch verpackungsfreie Ecken in herkömmlichen Supermärkten eingetragen. Außerdem enthält die Karte Wildkräuterwanderungen, auf denen du unter Anleitung Kräuter selbst sammeln kannst. Mehr Zero Waste und Naturliebe geht nicht!



Nicht ganz verpackungsfrei, aber trotzdem nachhaltig

Abseits von den klassischen verpackungsfreien Supermärkten gibt es weitere coole Ideen, wie du nachhaltig einkaufen kannst:

Gemüsebox

Das Start Up Etepete rettet Bio-Obst und -Gemüse, welches von der Norm abweicht, vor dem Wegwurf. Sie haben sich mit Bio-Bauern zusammengetan haben und verkaufen das Gemüse, das ungewöhnlich aussieht, aber trotzdem super schmeckt. Man lässt sich das Bio-Gemüse ganz einfach nach Hause liefern.

Ähnlich läuft das beim Kartoffelkombinat (in München). Hier kannst du einen Genossenschaftsanteil kaufen und bezahlst dann einen Monatsbeitrag. Im Gegenzug erhältst du eine wöchentliche Gemüselieferung von dem Acker, der nur für die Genossenschaft bewirtschaftet wird. In vielen weiteren Städten in ganz Deutschland gibt es außerdem die Ökokiste - und vielleicht hast du ja auch einen Bauernhof in deiner Nähe, der eine Kiste direkt vom Hof anbietet.

Foodsharing

Nachhaltig an Lebensmittel kommen geht auch ganz ohne Geld. Auf der Karte von Foodsharing kannst du sehen, wer gerade wo essen übrig hat und wo die sogenannten "FairTeiler" sind. Das sind Kühlschränke oder Regale, an denen du übrige Lebensmittel abgeben kannst, aber auch die von anderen mitnehmen kannst - ganz für umsonst.

Sirplus

Das Berliner Unternehmen Sirplus verkauft Lebensmittel, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits überschritten ist in ihren Märkten in Berlin oder über den Onlineshop. Die Produkte sind nämlich noch sehr lange nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar und schmecken genauso lecker.

Too good to go

Mit dieser App rettest du nicht nur Essen vor der Mülltonne, du sparst auch eine Menge Geld. Hier tragen Restaurants und Lebensmittelgeschäfte ihre übrigen Mahlzeiten ein und du kannst sie zu einem günstigen Preis abholen. Es werden weniger Lebensmittel weggeschmissen und du profitierst davon.



Nach Stickern Ausschau halten

Gut zu wissen: du kannst auch anders erkennen, ob du in einem Geschäft unverpackt einkaufen kannst. Das signalisiert zum Beispiel der Aufkleber von "Einmal ohne, bitte". Hier findest du eine Karte mit allen Geschäften, die mitmachen - bisher allerdings nur in München.

Statt immer neues Wasser in Plastikflaschen zu kaufen, nimm doch einfach deine Flasche mit Leitungswasser von zu Hause mit. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für deinen Wasserhaushalt. Falls deine Flasche leer wird und du noch unterwegs bist, kannst du sie ganz einfach unterwegs auffüllen. Restaurants und Läden mit dem Refill-Aufkleber machen schon mit.

Design ❤ Agentur zwetschke