Psychisch fit bleiben im Lockdown

Psychisch fit bleiben im Lockdown

Tipps für deine Mental Health

Der zweite Lockdown stellt viele Menschen vor psychische Hürden. Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, ein paar einfache Rituale in den Alltag zu integrieren.

Während des aktuellen Lockdowns kann man sich leicht vorstellen, dass unsere psychische Verfassung darunter leidet. Soziale Kontakte und Tagesstruktur brechen weg, Existenzängste und Ängste zu erkranken entwickeln sich. Wir müssen uns alle fast täglich auf neue Umstände einstellen, was der Psyche einiges abverlangt. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Psyche während des Lockdowns fit hältst. Und das geht so:

Erstell dir einen geordneten Tagesplan

Für deine Psyche ist es beruhigend, wenn du einen geregelten Tagesablauf hast. Außerdem fördert ein strukturierter Alltag auch deine Selbstwirksamkeit. Am Besten nimmst du dir Papier und Stift und schreibst Stunde für Stunde auf und füllst diese mit Aktivitäten.

Sozialer Kontakt trotz Einschränkungen

Ganz wichtig in der aktuellen Phase ist es, den sozialen Kontakt fortzuführen. Heißt: Regelmäßig, wenn nicht sogar täglich mit Freund*innen telefonieren - auch wenn es nur kurz ist. Nutz außerdem die wenigen Bewegungen aus und versuch, auf dem Weg zum Einkaufen oder bei einem Spaziergang anderen Menschen zu zu lächeln. Lächeln aktiviert nämlich Hirnareale, die für dein Wohlbefinden sorgen.

Ausfallende Hobbys ausgleichen

Fußballtraining, Tanzkurs oder Kunst-AG gehen jetzt nicht mehr. Es ist wichtig, dass du dir für deine wöchentlichen Beschäftigungen einen Ersatz suchst. Wie wäre es mit joggen, lesen, Tanzfilme anschauen, sticken, Schach spielen oder einfach in der Badewanne entspannen?

Wie geht es dir?

Hör - gerade in der aktuellen Zeit - einfach einmal in dich hinein und beschreib deinen aktuellen Zustand. Welche Gedanken oder Gefühle hast du? Bist du körperlich fit? Ist dein Verhalten normal oder hat es sich verändert? Wenn du diese Fragen persönlich für dich beantwortest hast, kannst du an den Problemen arbeiten und dich verbessern.

Essen und Trinken

Hier gilt, was auch in normalen Zeiten ein guter Rat ist: Iss ausgewogen und gesund und vergiss nicht, ausreichend zu trinken. Das regelmäßige Essen ist wichtig und kann dem Tag zusätzlich Struktur geben. Deine Mahlzeiten und Kochzeiten kannst du dann gleich in deinen Tagesplan einarbeiten.

Freizeitaktivitäten

Kino, Kneipe oder Konzert: Vieles, was wir sonst draußen und mit anderen Menschen zusammen machen, geht momentan nicht. Für manchen ist das einfacher, für manchen schwerer. Dein Freizeitprogramm sollte allerdings nicht ausbleiben. Besonders vorteilhaft sind komplexe Tätigkeiten, die das Gehirn fordern. So bleibt keine Zeit, sich groß zu sorgen und in Grüblereien zu verfallen. Sudoku oder Kreuzworträtsel wären doch was! Auch wenn viele es sonst nicht gern machen, putzen kann jetzt helfen. Okay ist jetzt keine komplexe Aufgabe aber ein ordentlicher Haushalt hilft der seelischen Stabilität.

Bewegung

Atem- und Dehnübungen

Mit das wichtigste in den aktuellen Zeiten, zumindest sagt das die Psychotherapeuten Vereinigung. Vor allem Atem- und Dehnübung solltest du ausführen. Durch ruhiges Atmen und Dehnen signalisiert man nämlich dem Körper, dass alles in Ordnung ist. Also guck dich doch mal nach einem Yoga YouTube-Video um.

Spazieren

Frische Luft hat noch keinem geschadet. Eine halbe Stunde für einen täglichen Spaziergang solltest du dir freihalten. Gerade bei der aktuellen Jahreszeit ist es verlockend den ganzen Tag auf der Couch zu sitzen, aber das tut dir nicht gut. Einmal täglich frische Luft schnappen bringt den Kopf auf neue Gedanken.

Wohnen auf engem Raum koordinieren

Viel Zeit gemeinsam zu Hause zu verbringen kann zu Schwierigkeiten führen. Insbesondere, wenn du in einer kleinen Wohnung mit einer großen Familie oder in einer Wohngemeinschaft lebst. Es ist wichtig mit den anderen Parteien zu reden und sich auf einen Zeitplan zu einigen. Zeit für dich selber ist nämlich wichtig. Alleine spazieren zu gehen, einen Film zu schauen oder alleine aufzuräumen können dir Freiräume schaffen.
 

Schau nicht zu viele Nachrichten

Wenn du zu viele Nachrichten schaust, hält das Körper und Seele dauerhaft in Alarmbereitschaft. Zweimal am Tag ist genug. Nimm dir stattdessen jeden Tag eine kleine Aufgabe vor, die du gut bewältigen kannst. Denn das Gehirn liebt es, Aufgaben geschafft zu haben.

Das wichtigste zum Schluss: Ruhig bleiben

Die sozialen Medien, Freund*innen, Politiker*innen können einen in der Zeit ganz schön auf die Palme bringen. Bleib ruhig und denk positiv. Lass dich nicht zu irgendwelchen Meinungen hinziehen, die du gar nicht vertrittst. Den Lockdown müssen jetzt alle zusammen absitzen und sich an die Regeln halten. Mit unseren Tipps wird aber auch ein Lockdown Spaß mit sich bringen.




Wenn es dir gerade wirklich schlecht geht, wendest du dich am besten lieber früher als zu spät an professionelle Hilfestellen. Wir haben dir hier ein paar gesammelt:

Telefonseelsorge

Telefon: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222
https://www.telefonseelsorge.de

Infotelefon Deutsche Depressionshilfe

Telefon: 0800 / 33 44 533
https://www.deutsche-depressionshilfe.de

Krisendienst Psychiatrie Oberbayern

Telefon: 0180 / 655 3000
https://www.krisendienst-psychiatrie.de

Silbernetz – für Menschen ab 60, die sich einsam fühlen

Telefon: 0800 / 4 70 80 90
https://www.silbernetz.org

Telefonberatung der BZgA

Telefon: 0800 / 2322783
https://www.bzga-essstoerungen.de/zusammen-gegen-corona/

Nummer gegen Kummer

Für Kinder und Jugendliche: 116 111
Für Eltern: 0800 / 111 0 550 
https://www.nummergegenkummer.de/

Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen

Telefon: 0800 / 0 116 016
https://www.hilfetelefon.de/



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