Was es mit dem Radentscheid auf sich hat

Was es mit dem Radentscheid auf sich hat

Wofür wir ab Donnerstag unterschreiben können

Ab dem 28. März werden in ganz München Unterschriften für das Bürgerbegehren zum Radentscheid gesammelt.

Überall brummen Autos vorbei

Es stinkt, es ist laut und vor allem ist es auch gefährlich für Fußgänger und Radfahrer, die ständig wachsam sein müssen, um nicht unter die Reifen zu geraten. Die Stadt München hat das mittlerweile auch so ganz langsam eventuell begriffen und bei der Verkehrswende im Februar diesen Jahres beschlossen, umweltfreundliche Mobilitätsformen stärker zu unterstützen.

Das Problem ist nur: Nicht sonderlich viel wurde bisher umgesetzt.

Vielmehr werden alle Ideen der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zugunsten von Autofahrer*innen abgelehnt. Das soll sich jetzt durch den Radentscheid ändern. Aber wie funktioniert der eigentlich und was genau sind die Forderungen?

Der Radentscheid fordert

  • Sichere, breite und komfortable Radverkehrsanlagen, damit in München alle mit dem Fahrrad komfortabel voran kommen.
  • Ein stadtweites, lückenloses und engmaschiges Radverkehrsnetz, damit in Münchner Radfahrer schneller von A nach B kommen.
  • Sichere, komfortable und stressfreie Kreuzungen und Einmündungen.
  • Bedarfsgerechte, flächendeckende und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten, damit sich in München Fahrräder sicher und geschützt abstellen lassen.
  • Eine flächeneffiziente und sozial gerechte Aufteilung des öffentlichen Raums – damit Rad- und Autofahrer genug Platz haben.

Wie funktioniert der Radentscheid?

Zunächst ist der finale Radentscheid noch in einiger Entfernung. Es gibt aber trotzdem was zu tun. Ab dem kommenden Donnerstag findet nämlich ein Bürgerbegehren statt. Das heißt...

Es müssen mindestens 33.000 Unterschriften von gesammelt werden.

Wahlberechtigt ist jede*r Münchner Bürger*in über 18 Jahre. Die zahlreichen Orte, an denen man seine Stimme abgeben kann, sind überall in München verteilt. Auf der Website des Radentscheids gibt es eine Karte, auf der alle Sammelstellen zur Orientierung aufgeführt sind.

Die Initiatoren ADFC, Bund Naturschutz, Green City und Parteien wie die Grünen, die Linken, ÖDP und weitere Partner sind zuversichtlich, dass die 33.000 Stimmen spätestens über die Sommermonate hinweg erreicht werden können.

"Wurden genügend Unterschriften gesammelt, kommt es zu einem Bürgerentscheid, es sei denn der Stadtrad beschließt die geforderten Maßnahmen direkt." - Webseite Radentscheid München
Ist diese erste Hürde geschafft, müssen für einen gültigen Bürgerentscheid nochmals zehn Prozent der Stimmberechtigten - was in etwa 100.000 Münchner*innen entspricht - ihre Stimme abgeben.

Ab morgen heißt es also...

Engagieren für ein grüneres, ökologischeres und fahrradfreundlicheres München!



Zur Unterstützung des Radentscheids findet am 7. April in München die Radsternfahrt 2019 statt.

Die Initiator*innen des Radentscheids rufen Radbegeisterte aus der Metropolregion München dazu auf, sich in der Stadt zu versammeln, um den Radentscheid zu unterstützen. Im letzten Jahr haben etwa 5.000 Leute an der Veranstaltung teilgenommen. Das soll dieses Jahr noch getoppt werden.

Am Sonntag der Radsternfahrt werden Zubringertouren aus dem Umland in die Stadt angeboten. Dort wird es vier Startpunkte geben, von wo aus die Demofahrt um 12:30 Uhr losstarten wird: Schloß Nymphenburg, Studentenstadt, Ostbahnhof und Westpark. Gegen 13:45 Uhr soll dann die Kundgebung am Königsplatz beginnen, Musik von einer großen Bühne inklusive. Im Anschluss an die Kundgebung wird noch eine gemeinsame Runde auf dem Rad durch die Stadt gedreht.

Pack also am 7. April all deine Freunde, Kollegen und die gesamte bucklige Verwandtschaft zur Radsternfahrt ein! Auf ein Rad freundlicheres München!

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