Was es mit dem Radentscheid auf sich hat

Was es mit dem Radentscheid auf sich hat

Für ein Rad freundlicheres München!

Bis zum 30. Juni 2019 werden in ganz München Unterschriften für das Bürgerbegehren zum Radentscheid gesammelt. Aber wofür eigentlich genau?

Überall brummen Autos vorbei

Es stinkt, es ist laut und vor allem ist es auch gefährlich für Fußgänger und Radfahrer, die ständig wachsam sein müssen, um nicht unter die Reifen zu geraten. Die Stadt München hat das mittlerweile auch so ganz langsam begriffen und bei der Verkehrswende im Februar diesen Jahres beschlossen, umweltfreundliche Mobilitätsformen stärker zu unterstützen.

Das Problem ist nur: Nicht sonderlich viel wurde bisher umgesetzt.

Vielmehr werden alle Ideen der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zugunsten von Autofahrer*innen abgelehnt. Und genau das soll sich jetzt durch den Radentscheid ändern. Aber wie funktioniert der eigentlich und was genau sind die Forderungen?

Der Radentscheid fordert

  • Sichere, breite und komfortable Radverkehrsanlagen, damit in München alle mit dem Fahrrad komfortabel vorankommen
  • Ein stadtweites, lückenloses und engmaschiges Radverkehrsnetz, damit in München Radfahrer*innen schneller von A nach B kommen
  • Sichere, komfortable und stressfreie Kreuzungen und Einmündungen
  • Bedarfsgerechte, flächendeckende und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten, damit sich in München Fahrräder sicher und geschützt abstellen lassen
  • Eine flächeneffiziente und sozial gerechte Aufteilung des öffentlichen Raums – damit Rad- und Autofahrer*innen genug Platz haben



Wie funktioniert der Radentscheid?

Das Ganze startete am 28. März mit einem Bürgerbegehren, seitdem wird in München und Umgebung fleißig Unterschriften gesammelt. Die Initiatoren ADFC, Bund Naturschutz, Green City und Parteien wie die Grünen, die Linken, ÖDP und weitere Partner waren zuversichtlich, dass die 33.000 Stimmen spätestens über die Sommermonate hinweg erreicht werden würden - und sie behielten Recht.

Über 100.000 Unterschriften sind bisher schon zusammengekommen.

Wahlberechtigt ist übrigens jede*r Münchner Bürger*in über 18 Jahre. Die zahlreichen Orte, an denen man seine Stimme abgeben kann, sind überall in München verteilt. Auf der Website des Radentscheids erfährst du nicht nur alle Infos, wie das Ganze abläuft und welche Forderungen gestellt werden, es gibt auch eine Karte, auf der alle Sammelstellen zur Orientierung aufgeführt sind.

Der letzte Tag der Unterschriftensammlung zum Radentscheid ist nicht mehr weit entfernt. Für den Radentscheid, der unter anderem ein durchgehendes Radwegenetz fordert, wird noch bis Sonntag, 30. Juni, gesammelt. Bis dahin kann man auch noch für den Altstadtring unterschreiben. 

Erste Erfolge gab es übrigens schon: 

Am Mittwoch entschied der Stadtrad schon über die autofreie Innenstadt und den Radring. 

Gegen die Prüfanträge, um die es in der Vorlage besonders geht, fordern die Aktivist*innen vor allem konkrete Beschlüsse. Übernimmt der Stadtrat die Forderungen nicht, kann es in drei Monaten zu einem Bürgerentscheid kommen.


 

Die Rad-Ring-Demo am 30. Juni

Gelegenheit zur Unterschrift besteht auch bei der Rad-Ring-Demo am kommenden Sonntag. Die Demonstranten radeln von 12 Uhr an von der Theresienwiese über die Hansastraße auf den nordwestlichen Mittleren Ring, durch vier Tunnel, dann an der Isar entlang bis zur Kapuzinerstraße und zurück zum Start.

Pack also am Sonntag all deine Freunde, Kollegen und die gesamte bucklige Verwandtschaft zur Demo ein. Auf ein Rad freundlicheres München!

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