Was sind eigentlich Superfoods?

Was sind eigentlich Superfoods?

Und viel wichtiger: Was sind die Alternativen?

Açai, Chia, Matcha - alle paar Wochen taucht ein neues vermeintliches Superfood vom anderen Ende der Welt auf und verspricht uns ein langes und friedliches Leben. Das Ganze gibt's aber auch weniger gehypt, billiger und regional - aber nicht weniger gesund.

Eine rechtlich bindende Definition gibt es gar nicht (was nochmal ein bisschen den Hype um das Ganze in Frage stellen könnte). Dennoch: Unter sogenannten Superfoods versteht man Lebensmittel, die nährstoffreich sind und für Gesundheit und Wohlbefinden als besonders förderlich angesehen werden, weil sie erhöhte Werte an Vitaminen oder Ballaststoffen aufweisen. Zusammengefasst:

Man kann sie nicht nur gut essen, sondern noch besser wieder ausscheiden.


Das ganze Märchen um Superfoods lässt sich prima entzaubern. Superfoods allein reichen nämlich nicht für eine ausgewogene Ernährung aus, denn wir müssen alle Vitamine und Nährstoffe über die Ernährung aufnehmen und das ist sehr komplex. Und diese komplexe Nahrungsaufnahme geht nie über lediglich drei super Lebensmittel, ganz egal wie super die beworben werden.

Außerdem sind keine der beworbenen Effekte, wie etwa Verjüngung oder eine gute Figur wissenschaftlich belegt. Gerade diese beiden Vorteile der Superfoods könnte man durchaus als reine Geschäftemacherei abtun.


Die Nachteile von Superfoods

Selten sind die Superfoods wirklich naturbelassen: Da sie in unserem Klima oft nicht wachsen, werden sie getrocknet oder zu Pillen verarbeitet. Außerdem ist der lange Transportweg nicht gerade förderlich, um gegen den Klimawandel zu kämpfen, da dabei irre viel CO2 ausgestoßen wird.

Tu dir selbst, deiner Geldbörse und der Umwelt was Gutes und weiche lieber auf die regionalen Alternativen aus - nicht jeder Hype ist berechtigt.




Regionale Alternativen zu Superfoods


Leinsamen statt Chiasamen

Chiasamen aus Mexiko haben tatsächlich einen nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen, dennoch kann man sie regional ersetzen. Die Alternative heißt hier Leinsamen - sie werden in Deutschland angebaut und enthalten ebenfalls viele der beworbenen Nährstoffe von Chiasamen. Pluspunkt: Sie sind deutlich günstiger. Trotzdem sollte man beim Kauf darauf achten, dass sie auch wirklich aus Deutschland sind.

Kamillen- oder Löwenzahntee statt Matcha

Matcha-Pulver ist gemahlener Grüner Tee, besonders gern wird der in Smoothies gemixt. Aber es gibt auch heimische Alternativen, die sogar ohne weitere Pflege im Garten wachsen, zum Beispiel Löwenzahn oder Kamille. Diesen Kräutern werden ähnliche Wirkungen nachgesagt, einfach mal nachlesen oder die (Groß)Eltern fragen.

Schwarze Johannisbeeren statt Gojiberen

Mal ganz am Rande: Gojibeeren aus China können mit Pestiziden belastet sein und stehen deshalb unter strenger Beobachtung. Unbedenklich hingegen sind schwarze Johannisbeeren. Die beiden Beeren sind sich extrem ähnlich, außer dass die schwarzen Johannisbeeren deutlich weniger Kalorien enthalten als das exotische Pendant. Win-Win: Du stirbst weder an einer Vergiftung, noch nimmst du unnötig mehr Kalorien zu dir.

Grünes Gemüse statt Weizengras

Weizengras ist so beliebt, weil es den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll beinhaltet. Kurz gesagt: Chlorophyll macht die Pflanzen grün. Deshalb kann man anstatt des Grases auch einfach grünes Gemüse wie beispielsweise Brokkoli oder Grünkohl essen. Gerade ersteres ist das heimische Superfood schlechthin.

Heimische Hirse statt Quinoa

Heimische Hirse kann ein toller Ersatz für Quinoa sein, ist ebenso nährstoffreich und leicht zuzubereiten. Eine perfekte Alternative für alle, die auf Gluten verzichten wollen - oder müssen. Falls Gluten keine Rolle spielt kann auch einfach auf heimische Getreidesorten wie Dinkel oder Grünkern zurückgegriffen werden.



Fazit: Grünkohl klingt vielleicht nicht so sexy wie Açai, das ist auch schon der einzige Nachteil, den du durch den Verzehr heimischer Lebensmittel hast.

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