Royal Academy of Arts lehnt anonymes Werk von Banksy ab

Royal Academy of Arts lehnt anonymes Werk von Banksy ab

Banksy stellt die Künstlerszene bloß

Das Mädchen mit dem wegfliegenden Luftballon kennt jeder, ihn hingegen niemand. Was der britische Street-Art Künstler Banksy mit seiner bekannten Anonymität machen kann, weiß er ganz genau.

Als Künstler kann man alles machen und jeder werden und es ist eh alles super schön, wenn man malen, singen und tanzen kann. So in etwa stellen wir Normalos uns die Szene doch vor, oder? Der britische Künstler dreht den Spieß mal um und zeigt, wie verwoben und unmoralisch die Künstlerszene doch sein kann. Ohne Namen ist man da nämlich ein Niemand.

Banksy

Seit über 20 Jahren wird bereits darüber spekuliert, wer er denn jetzt wirklich ist. Robert Del Naja, eine Frau oder Robin Gunningham gehörten schon zu den vielen, vielen teilweise auch absolut absurden Spekulationen, aber man weiß ja eben nie. Will man das überhaupt wissen? Eigentlich doch nicht. Seine Kunst sieht man auf den Straßen der Städte der Welt. Jeder kennt sie, das Mädchen mit dem roten Luftballon oder den Mann im Straßenkampf, der keinen Molotow-Cocktail, senden Blumen wirft. Seit Jahren schon stellt er sich gegen den Kommerz in der Kunstszene. Seine Werke verkauft er nicht. Er findet es widerlich für wie viel Geld sie in Auktionen versteigert werden.

Royal Academy of Arts sagt "Nein"

In diesem Kontext gelang Banksy nun sein größter Clou, mehr oder weniger war sein Werk nämlich nicht gut genug. Unter einem Instagram-Post beschreibt er, wie er unter dem Pseudonym "Bryan S. Gaakman", was dechiffriert "Banksy Anagram" lautet (er ist so cool), ein Anti-Brexit-Werk für die Ausstellung an der Academy of Arts einschickte  - es wurde abgelehnt.
So weit so gut, hätte die Akademie Banksy nicht kurze Zeit später nach einem Werk für ihre Ausstellung gefragt. Er reichte noch einmal das Werk ein, auf dem "Vote to Love" und ein geflicktes Herz als eine Anspielung auf die eigentliche "Vote to leave" Brexit-Kampagne dargestellt ist, ein und wurde tatsächlich genommen.




Der Name wiegt also klar mehr als die Kunst.

Auf der Ausstellung wurde sein Werk mit einem symbolischen Preis von 350 Millionen Euro bewertet. Nicht schlecht für ein Bild, was anfangs angeblich nicht gut genug für die Akademie war.



Banksy, für genau so etwas lieben wir dich. Verrat uns niemals wer du wirklich bist.

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