So überlebst du dein erstes Semester in der Uni

So überlebst du dein erstes Semester in der Uni

10 Tipps für Erstis

Von  Sabrina Luttenberger
Mit diesen Tipps wird dein erstes Semester einfacher.


Hilfe, ich bin Ersti und hab keine Ahnung von irgendwas!

So ungefähr hat sich die Autorin dieses Artikels in ihrem ersten Semester gefühlt. Der Beginn an der Uni kann zugegebenermaßen sehr überfordernd sein. Neue Stadt, neue Leute, Vorlesungssäle statt Klassenzimmer und auf einmal bist du komplett alleine für dich verantwortlich. Um dir deinen Start als Studi etwas zu vereinfachen, haben wir ein paar Tipps, die wir damals für unseren Unistart sehr gut gebrauchen hätten können.

1. Schaff dir einen Überblick über typische Unifremdwörter

Je nachdem, ob aus deiner Familie schon mal jemand studiert hat, sind dir einige Wörter mehr oder weniger bekannt. Falls du aber der oder die erste bist, kann es schon mal passieren, dass du zum Beginn des Semesters erstmal völlig verwirrt bist. Wie - die Vorlesung fängt erst um 9:15 Uhr an, obwohl doch 9:00 c.t. in deinem Stundenplan steht? Hier deshalb einige Begriffe, die du kennen solltest:
  • c.t. = cum tempore, aka die akademische Viertelstunde, aka die Vorlesung beginnt 15 Minuten später
  • s.t. = sine tempore ist das Gegenteil, aka die Vorlesung beginnt um Punkt.
  • Bib = Bibliothek (apropos: hab am besten immer ne 2€ Münze für die Schließfächer der Bib dabei, meistens darfst du nämlich nur dein Lernzeug mitnehmen)
  • Kommiliton*in = deine Studienkolleg*innen
  • Immatrikulation = Einschreibung in der Uni
  • Audimax = der größte Vorlesungssaal
  • Credit Points/ ECTS = Leistungspunkte, die du pro Kurs/Vorlesung für deinen Abschluss sammelst
  • HiWi (Hilfswissenschaftler*in) = studentische Hilfskraft an der Uni


2. Kennenlernabende, Ersti-Woche usw. sind tatsächlich gar nicht so cringe (nur ein bisschen)

Ja wir sind auch keine Fans von Smalltalk und Kennenlernspielen, in denen man sich einen rotes Wollknäuel zuwirft und von seinem Lieblingstier erzählen muss (Eichhörnchen). Aber wir empfehlen dir wirklich, gerade am Anfang solche Möglichkeiten wie Barabende deines Studiengangs wahrzunehmen. Gerade wenn du neu in eine Stadt gezogen bist und noch nicht so viele Freund*innen dort hast, lernst du dort am easiesten neue Leute kennen. Und oft eben auch welche, die dasselbe studieren wie du. Praktisch, dann könnt ihr euch zusammen über die kommenden Prüfungen austauschen und miteinander in die Bib gehen.


3. Das Wochenende beginnt am Donnerstag aka Vizefreitag

Du wirst uns danken, wenn du keinen Kurs oder vierstündige Blockseminare auf den Freitag legst.

4. Studierenden Rabatte sind GOLD!

Wir trauern den Rabatten, die man als Student*in bekommt immer noch hinterher. Mach also unbedingt davon Gebrauch, sei es im Kino, Theater, auf Streamingdiensten, in Cafés oder bei größeren Anschaffungen wie neuen Laptops. Sehr oft gibt es für Studierende nochmal ordentlich Rabatt. Wenn du Geld ausgibst, immer erstmal schauen, ob du vielleicht weniger Geld ausgeben kannst.


5. Nutze das kostenlose Angebot, Sprachen zu lernen

Ja es ist schlau, sich vor allem im ersten Semester den Stundenplan nicht zu sehr vollzuballern. Aber wenn du zwischendrin mal Bock hast, eine neue Sprache zu lernen, dann mach das unbedingt. Denn nie wieder kannst du SO günstig (quasi kostenlos) eine Sprache lernen. Und nicht nur Spanisch oder Französisch. Je nach Uni gibt es auch Japanisch, Schwedisch oder auch Gebärdensprache. Oft kannst du dir die Kurse auch als Credit Points anrechnen lassen.

via GIPHY


6. Geh niemals um 12 Uhr in die Mensa.

Da ist die Hölle los.

7. Sei schnell beim Einschreiben in die Kurse

Je nach Studiengang sind die beliebten Seminare sofort belegt. Das heißt, du setzt dich am besten wartend vor deinen Laptop und versuchst genauso schnell die Kurse zu belegen, wie wenn du Konzerttickets kaufen würdest. Falls du dafür Tipps brauchst, haben wir hier 10 Tipps, mit denen du Tickets für jedes Konzert bekommst.


8. Kauf dir nicht alle Bücher, die dir deine Profs empfehlen

Wir sprechen aus Erfahrung und können dir sagen: Sie verstauben nur im Regal und du wirst eh nicht reinschauen.


9. Alt-Klausuren zum Lernen

Wenn du dich mit Studierenden in höheren Semestern connectest, kommst du recht leicht an Alt-Klausuren, also Klausuren aus vorherigen Jahren. Mit denen lässt es sich ganz gut für die Prüfungsphase lernen. Man munkelt, dass in einigen Studiengängen Alt-Klausuren nach einigen Jahren wieder exakt so verwendet werden. Aber man munkelt nur, jaja.


10. Es ist nicht so deep wie du denkst. Mach dir nicht so viel Stress!

Hier sprechen wir ebenfalls aus Erfahrung: Am Anfang ist alles überfordernd, man versucht, alles gleichzeitig zu managen und den Überblick zu behalten. Und nicht immer haut das auch hin. Dann bestehst du eben mal ne Prüfung nicht. Wir dachten auch, es sei ein Weltuntergang. Und trotzdem haben wir's irgendwie durch die Uni geschafft. Stress dich nicht zu sehr und genieß die Zeit.

Design ❤ Agentur zwetschke