What Happens Later

What Happens Later

egoFM Trailer: Filmtipp

Von  Fabian Broicher
Mit ihrem ersten Film seit knapp zehn Jahren erzählt Meg Ryan eine RomCom für die Boomer-Generation, die keine Klischees auslässt.

Wer hinter What Happens Later steckt

Schon bei der Handlungsort von What Happens Later verspricht wenig Abwechslung. Denn der Film spielt ausschließlich in einem Flughafen. Meg Ryan erzählt in ihrer ersten Regie-Arbeit seit 2015 von einem Paar, das sich mehrere Jahrzehnte nach ihrer Trennung wiedertrifft. Neben Ryan, die die weibliche Hauptrolle gleich selbst übernimmt, spielt David Duchovny, den man als Agent Mulder aus Akte X und Hank Moody aus Californication kennt.



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Worum es in What Happens Later geht

Es ist der 29. Februar, ein so genannter Leap Day, irgendwo im Nirgendwo in den USA. Heftige Schneeböen sorgen dafür, dass der Flugverkehr lahmgelegt ist. Die etwas verplant wirkende Wilhelmina Davis möchte eigentlich so schnell wie möglich wieder weg, aber weil alle Flüge ausfallen, sitzt sie an diesem winzigen Flughafen fest. Ausgerechnet in dieser Situation läuft ihr William über den Weg. Vor mehr als zwanzig Jahren waren sie mal ein Paar und ihr Wiedersehen wird schnell ziemlich unangenehm. Trotzdem raufen sie sich schließlich zusammen, um ihre gescheiterte Beziehung zu rekapitulieren. Obwohl all die Zeit vergangen ist, scheint es so, als hätten die beiden doch noch eine Zukunft…

Der Trailer für What Happens Later


So ist What Happens Later

What Happens Later basiert auf einem Theaterstück und das merkt man dem Spielfilm an. Meg Ryan verlässt sich in erster Linie auf den Dialog ihrer beiden Hauptfiguren. Sie reden und reden: Sie reden, während sie durch einen mehr oder weniger belebten Flughafen schlendern. Sie reden, während sie sich in einer verlassenen Flughafenkneipe betrinken. Sie reden, während sie auf ihren nächsten Flug warten.
Als Regisseurin findet Ryan aber nicht die richtigen Kniffe, um das viele Reden inszenatorisch aufzuwerten. Dadurch wirkt What Happens Later ziemlich einfallslos. Das einzige Salz in der Suppe ist ein ominöser Flughafenansager, der in seinen Durchsagen ausschließlich mit dem unglücklichen Paar zu sprechen scheint. Ein nettes Witzchen, das aber nicht länger als ein paar Minuten funktioniert.

David Duchovny spielt den einstigen Rebellen, der zum Business-Mann geworden ist, halbwegs solide. Aber der Charme von Meg Ryan blitzt nur noch gelegentlich auf. Das liegt vor allem daran, dass sie durch augenfällige Schönheits-OPs nur noch entfernt Ähnlichkeit mit sich selbst hat. Noch dazu verkörpert sie ihre esoterisch angehauchte Wilhelmina mit unangenehm quietschender Stimme, als würde sie die Rolle selbst nicht ernst nehmen.

Unterm Strich bleibt von What Happens Later somit nicht mehr viel übrig, steht und fällt das Konzept der eintönigen Kulissen und der vielen vermeintlich tiefgründigen Gespräche mit den Schauspieler*innen. Der Film verpasst schließlich auch noch das ideale Ende, sodass selbst die guten hundert Minuten Laufzeit zu lang wirken. Und obwohl am Schluss versucht wird, das klassische Happy End zu umgehen, ist das immer noch eine vorhersagbare, einfallslos inszenierte RomCom.

Mehr als 3 von 10 Anschlussflügen sind deswegen nicht drin für What Happens Later.



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