Von Olympia, Fußballerinnen oder Kanu-Fahrerinnen.
Billie Jean King
Sogar verfilmt wurde ihr wahrscheinlich berühmtestes Match von 1973, das als Battle of the Sexes in die Geschichte eingegangen ist. Ein Event mit fast 100 Mio Zuschauer*innen, aber warum? Billie Jean King will die Ehre des Frauentennis retten – und zwar gegen einen Mann. Bobby Riggs, ehemaliger Tennisprofi, bekannt für seine große Klappe und vor allem für seine chauvinistischen Aussagen. Dieses Statement von ihm in einer Fernsehshow zeigt ganz gut, warum Billie Jean King sich fast schon gezwungen sieht, gegen Riggs anzutreten. Der war siegessicher, hatte schließlich vier Monate vorher die damalige Nummer Eins der Weltrangliste der Frauen, Margaret Court besiegt. Aber das Preisgeld von 100.000 $ ging an: Billie Jean King. Aber auch ohne diesen Prestige-Erfolg wäre sie eine Legende des Tennis: Elf Grand-Slam-Titel im Mixed, 16 im Doppel und zwölf im Einzel, die Hälfte davon in Wimbledon. Aber nicht nur sportlich war sie über jeden Zweifel erhaben.
Schon ab Ende der 1960er-Jahre kämpft sie gegen Sexismus und für Gleichberechtigung. 1973 schafft sie es, dass bei den US Open erstmals Männer und Frauen das gleiche Preisgeld bekommen, nachdem sie und andere mit Boykott drohen. Außerdem gründet sie in diesem Jahr die WTA, die Women’s Tennis Association, die es immer noch gibt und sich für Interessen der Frauen im Tennis einsetzt. Auch ihr ist es zu verdanken, dass 1982 mit Martina Navratilova die erste Frau über eine Million Dollar an Preisgeld einstreicht. 2025 waren unter den Top 10 der bestverdienenden Athletinnen Tennisspielerinnen.
Katja Bornschein
Gerne würden wir hier eine Aufzeichnung DES Highlights von Katja Bornscheins Karriere zeigen – aber die gab es damals leider noch nicht. Damals heißt aber nicht vor 80 oder 100 Jahren – damals heißt im Jahr 1990. Das Highlight: das allererste Tor in der Fußballbundesliga der Frauen. Das Kuriose: Das wusste lange niemand! 18 Jahre ist sie alt an diesem 2. September 1990 um 11:05 Uhr und schießt das 1:0 für ihren FSV Frankfurt – eine Reporterin spricht sie sogar in der Halbzeitpause auf die Bedeutung des Treffers an. Trotzdem wird jahrelang eine andere als erste Torschützin der Liga geführt. Iris Taaken schießt zwar schon nach 55 Sekunden ein Tor – allerdings beginnt deren Spiel erst um 14 Uhr. Weil vieles damals so schlecht dokumentiert ist, geht der falsche Name in die Geschichtsbücher ein – bis zu einer Recherche 2020.Erst hier fällt auf, dass es unterschiedliche Anstoßzeiten gab, an diesem ersten Spieltag der Bundesliga. Wo das nicht steht: Google, Wikipedia und beim Deutschen Fußball-Bund, immerhin Ausrichter der Spiele damals. Auf die Presse-Anfrage heißt es vom Verband: "Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir nicht über Aufstellungen in der Frauen Bundesliga Süd für den Zeitraum von 1990 – 1997 verfügen." Zum Vergleich: bei den Männern lassen sich die Aufstellungen bis ins Jahr 1963 zurückverfolgen. Selbst war es Katja Bornschein immer klar, gegenüber der Zeit sagt sie: "Meine Geschichte habe ich immer so erzählt, dass ich das erste Tor der Bundesliga geschossen habe, aber es keiner mehr weiß, weil es verwechselt wurde." Jetzt wissen es alle und deshalb nochmal zum Mitschreiben: Katja Bornschein hat das erste Bundesliga-Tor geschossen – am 2.9.1990 um 11:05 Uhr!


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