Die besten Serien 2020

Die besten Serien 2020

Wenigstens gute Serien hatten wir dieses Jahr

Ein bisschen Inspiration für deine Watchlist gefällig? Dann hier entlang bitte...

2020 ist nicht nur viel passiert, es wurden auch einige sehenswerte Serien veröffentlicht. Wir haben dir eine Liste mit unseren Favoriten des Jahres zusammengestellt.

Unorthodox 

In dieser vierteiligen Miniserie wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die sich von der ultra-orthodoxen jüdischen Religionsgemeinschaft der Satmarer in New York befreit und ein neues Leben in Berlin anfängt. Die Handlung basiert lose auf der 2021 erschienenen Autobiographie Unorthodox von Deborah Feldmann. Neben einer packenden Befreiungsgeschichte bietet die Serie einen kleinen Einblick in diese orthodoxe Religionsgemeinschaft. Die circa 50-minütige Folgen gibt's auf Netflix zu sehen.

Little Fires Everywhere 

Noch eine Miniserie: Hier geht es um die Bilderbuchfamilie Richardson, die Last von Geheimnissen und Intrigen, Rassismus und Mutter-Tochter-Beziehungen. ReeseWitherspoon beeindruckt hier nicht nur mit ihrer Schauspielkunst, sondern auch mit ihrem Händchen für Bücher: Die Serie basiert auf dem Roman Kleine Feuer überall von Celeste NG, der Witherspoon so begeistert hat, dass ihre Produktionsfirma sich gleich die Filmrechte daran gesichert hat.

The Queens Gambit  

Eine junge Frau behauptet sich in der von Männern dominierten Welt des Schachs. Die Netflix-Serie mit Anya Taylor-Joy in der Hauptrolle, erzählt von Selbstbewusstsein und Emanzipation und hat uns in diesem Jahr ebenfalls begeistert.

Ju-On: Origins 

Auch eine japanische Serie darf auf unserer Liste nicht fehlen: Ju-On Origins ist definitiv nichts für schwache Nerven! Der in Japan bekannte Schauspieler Yoshiyoshi Arakawa spielt einen getriebenen Ermittler, der einem tödlichen Fluch auf die Spur kommen will. 
Die Serie gehört zum Franchise des gruseligen Horrorsteifens Ju-On: der Fluch. Und sie hat es in sich: Drama wird mit blutigem Schrecken gemischt und ist definitiv eine der gruseligsten Veröffentlichungen dieses Jahres.

Undoing 

Eine Dramaserie mit Nicole Kidman und Hugh Grant von Produzent David E. Kelley. Die Serie ist eine Adaption des Romans Du hättest es wissen können. Es geht um einen erschütternden Tod und einen verschwundener Ehemann - und das ist erst der Anfang der schrecklichen Enthüllungen.

Der Brief für den König 

Fantasy haben wir hier ebenfalls zu bieten: In dieser mitreißenden Serie erhält ein junger Mann einen geheimen Brief, von dem das Schicksal des ganzen Königreichs abhängt.
Die niederländische Serie läuft auf Netflix und erzählt eine Coming of Age Story über die Suche nach Anerkennung und die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, während sie es gleichzeitig schafft, uns in eine andere Welt zu entführen.

Haunting of Bly Manor 

Ein Au Pair zieht zu einer Familie in ein Haus, in dem es spukt! Doch nicht nur das gruselige Geschehen steht in der Netlixs-Serie im Vordergrund, sondern auch die seelischen Lasten der Charaktere.

Locke & Key 

Ein weiteres Haus, das uns mit seinem Spuk in den Bann gezogen hat: In Locke & Key ziehen drei Geschwister in eine alte Villa, die realitätsverändernde Schlüssel beherbergt. Dadurch kommen die Figuren mit übernatürlichen Kräften und Geheimnissen in Berührung.

Star Trek: Picard  

In der im Januar erschienen Serie aus dem Star Trek Universum tritt der beliebte Admiral Jean-Luc Picard seinen wohlverdienten Ruhestand an. Obwohl - naja oder gerade weil er einen neuen Lebensabschnitt beginnt, sucht ihn immer wieder seine Vergangenheit aus. Eine Serie für Sci-Fi-Fans und alle, die es werden wollen!

Tales from the Loop 

Noch mehr Science-Fiction mit einem großzügigen Anteil von WTF gefällig? Dann können wir dir diese Serie auf Amazon Prime empfehlen: Hier gibt es keine durchgängige Handlung, sondern verschiedene Episoden von Bewohner*innen einer Stadt: Wiederkehrende Themen sind Zeitreisen, Parallelwelten und dadurch auch Begegnungen mit der eigenen Person. Ziemlich abstrus teilweise und definitiv keine Serie, die du mal eben so nebenbei anschauen kannst.

Paranormal

In der ägyptischen Horrorserie Paranormal beschäftigen sich Dr. Refaat Ismail und seine Kollegin Maggie Mckillop mit allerlei übernatürlichen Phänomenen und Vorkommnissen. Die Serie spielt in den 1960er Jahren und basiert auf den erfolgreichen Horror-Romanen des Autors Dr. Ahmed Khalid Tawfik, der im April 2018 verstarb.

Dispatches from Elsewhere

Viele kennen ihn aus How i Met Your Mother, dabei ist Jason Segel schon lange auch ein eigenständig scheinendes Schauspieljuwel. Mit Dispactches from Elsewhere hat er sein eigenes Projekt auf die Beine gestellt: Er schickt die Protagonist*innen auf eine bewusstseinserweitender Schnitzeljagd. Eine interessante Miniserie, die unterhält und unser Schubladendenken in Frage stellt.

Raised by Wolves

Sind Androiden die besseren Eltern? In diesem Sci-Fi Abenteuer des Alien-Schöpfers Ridley Scott landen zwei Androiden in ferner Zukunft nach der irdischen Apokalypse auf einem kargen Planeten, um dort mittels künstlicher Befruchtung mitgebrachter Embryonen die menschliche Zivilisation neu zu starten. Sehr zum Nachdenken anregend...
 

Parks and Recreation - das Corona Special 

Nicht direkt eine Neuerscheinung, aber trotzdem ein Highlight: Die Corona-Folge von Parks and Recreation.
Das halbstündige Fernsehspecial folgt Amy Poehlers Charakter Leslie Knope, als sie virtuell mit ihren ehemaligen Kolleg*innen aus der Parks and Recreation-Abteilung zusammenkommt, um zu sehen, wie es ihnen unter den Schutzmaßnahmen und den sozialen Distanzierungsvorschriften ergeht. Die Episode bietet den Fans auch einen Blick darauf, wie die Charaktere seit dem Ende der siebten Staffel der Serie im Jahr 2015 gelebt haben.

Am Ende des Specials wurden die Zuschauer*innen auf die Website von Feeding America und dem National Institute of Mental Health verwiesen. Feeding America arbeitet daran, Lebensmittelbanken zu ermöglichen und Ressourcen zu sichern, um bedürftige Mitglieder der Gemeinschaft zu versorgen.

Animaniacs 

Im Oktober wurde der Animationsklassiker der 90er Jahre wiederbelebt. Die witzigen Figuren Wakko, Yakko und Dot sorgten zwischen 1993 und 1998 in insgesamt fünf Staffeln für jede Menge Unterhaltung im Fernsehen. Die Serie wurde einst von Regiemeister Steven Spielberg produziert, der auch das Reboot verantwortet. Zu sehen gibt es das ganze Animationsspektakel bei Hulu.

West Wing

Noch eine Reunion-Folge: Passend zur US-Wahl darf Präsident Bartlet sein Comeback feiern. Dabei wird eine klassische Folge der Politserie mit den damaligen Darsteller*innen neu aufgeführt, darüber hinaus wurden in der Werbepause auch Kommentare von Michelle Obama und Bill Clinton gezeigt. Dieses Special hatte den Anlass, die Non-Profit-Organisation "When We All Vote" zu unterstützen, die sich für eine höhere Wahlbeteiligung einsetzt.

 The Good Lord Bird

Von der Sklaverei in die Freiheit: 1856 trifft ein junger Sklave einen Mann namens John Brown, der ihm seine Freiheit gibt. Der von nun an Onion genannte schließt sich der provisorischen Armee an. Diese Serie kombiniert düsteren Humor mit einem interessanten Portrait des historischen Amerikas.

Ratched

Düster, sarkastisch, ironisch, spannend, gruselig, unterhaltsam: Diese Serie von den Macher*innen von American Horror Story ist an die Geschichte von Einer flog übers Kuckucksnest angelehnt. Wir begleiten die Krankenschwester Mildred Ratched: Sie fängt nach dem zweiten Weltkrieg in einer renommierten Psychiatrie an. Zunächst wirkt sie wie die perfekte, freundliche Krankenschwester. Doch je tiefer wir in die Ereignisse eindringen, desto klarer wird die ganze Sache. Von der Ästhetik bis hin zum Plot: Diese Serie ist wirklich ein Glanzstück.



Neben den vielen Neuerscheinungen gab es auch einige großartige Staffel-Fortsetzungen...


Babylon Berlin Staffel 3 

Die dritte Staffel der beliebten Serie basiert auf dem Roman Der stumme Tod  und spielt zehn Monate nach den Ereignissen der ersten beiden Staffeln. Im Mittelpunkt steht die Verbreitung von Heroin, 
das Ende der 20er/Anfang 30er auch in Apotheken erhältlich gewesen ist.

Westworld Staffel 3 

Im Trailer für die dritte Staffel stellt sich das Tech-Unternehmen Incite vor, das dafür wirbt, die unlösbaren Probleme des Lebens durch Computing-Fähigkeiten und  
Datenanalyse zu lösen. Zum ersten Mal verlässt die Handlung den Themenpark, in dem Staffel 1 und 2 spielen.

Mandalorian Staffel 2

Wenn uns etwas das Jahr 2020 versüßt hat, dann Baby Yoda!  Doch Die amerikanische Serie des Autors und Produzenten Jon Favreau, die seit November 2020 auf Disney+ zu sehen ist, hat außer dem süßen Alien noch sehr viel mehr zu bieten! Als Mischung aus Sci-Fi und Western begleiten wir in The Mandalorian einen Kopfgeldjäger bei seinen Abenteuern quer durch das Star Wars-Universum.

Dark Staffel 3

Die dritte Staffel der deutschen Science-Fiction-Mystery-Brainfuck-Serie Dark wurde dem Netflix-Programm am 27. Juni 2020 hinzugefügt.
Zu den Zeitreisen kommen in dieser Staffel zudem auch noch alternative Realitäten hinzu. Um den Spuk zu beenden, will Jonas den "Knoten" finden, der all das Unheil der Serie ausgelöst hat. Die Serie bleibt bis zum Ende spannend, und ist vor allem deshalb ein Highlight, weil sie der ganzen Verwirrung endlich ein Ende setzt.

The Crown Staffel 4

Die vierte Staffel von The Crown beginnt mit dem Ende der 1970er Jahre. Königin Elisabeth II und ihre Familie sind damit beschäftigt, die Erbfolge zu sichern, indem sie Prinz Charles, der mit 30 Jahren immer noch unverheiratet ist, eine geeignete Braut beschaffen - Diana Spencer schien der größte Trumpf zu sein. 

Staffel 4 war wohl der Grund, warum viele erst mit dieser fantastischen Serie angefangen haben. Auch wenn die Serie sich lediglich am Grundgerüst wahrer Geschehnisse entlang hangelt und sehr viel dazu dichtet und interpretiert liefert es doch fantastische Einblicke in das Leben und Schaffen der britischen Krone. Die schauspielerische Leistung muss dabei auch unbedingt hervorgehoben werden: Jeder Charakter wurde genauestens studiert und wiedergegeben. Wer denkt, dass Gillian Anderson als Margaret Thatcher ultra komisch spricht, sollte sich mal Originalaufnahmen anschauen.

Archer Staffel 11

Die Serie über den Geheimagenten geht 2020 bereits in die elfte Runde. Hier erwacht Archer aus einem dreijährigen Koma. Das Gefühl, das Archer nach dem Erwachen aus dem Koma bei der Rückkehr in die Agentur hat, kennt wohl jeder Mensch der nach der Elternzeit in den Betrieb zurückkehrt... Das Leben ging einfach ohne eine*n weiter, Strukturen sind anders, schlimmstenfalls verstehen sich die Leute sogar viel besser und irgendwie ist man einfach: raus.

Die Serie lohnt sich auf jeden Fall einen Blick, wer diesen bis jetzt noch nicht gewagt hat. Zwischenzeitig verliert die Idee zwar etwas an Fahrt, gerade die Komaphase ist zäh, auch wenn sich die Macher*innen kreativ ausgetobt haben. Dennoch ist Archer sehenswert und sogar mit einem Emmy preisgekrönt.

After Life Staffel 2

Man kann sich schon mal die Frage stellen: Wie viel kann man in einer Serie von einem der größten Comedians der Welt eigentlich heulen? Die Antwort: viel. Denn auch in Staffel 2 geht das Leben des Lokaljournalisten Tony (gespielt von Ricky Gervays) seinen gewohnten Gang - einen sehr tristen gewohnten Gang. Tony versucht nämlich den Tod seiner Frau zu verarbeiten und kommt dabei immer wieder in komische Situationen. Dabei lebt After Life vor allem von ihren kleinen Momenten der Hoffnung. Auch der Soundtrack der Miniserie kann sich sehen lassen!
 

The Good Place - das Finale

Eleanor stellt fest, dass sie in ihrem irdischen Leben alles andere als nett war, nun ist sie an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben und in einem angenehmen "Leben nach dem Tod" gelandet - dem "Good Place". Allerdings fälschlich, denn jemand hat sie mit einer Namensvetterin verwechselt. In Staffel 4, dem Ende der Serie, muss Eleanor weiterhin beweisen, dass sie eigentlich doch ein guter Mensch ist...

Southpark - das Pandemie-Special

Wer ist eigentlich Schuld an dieser ganzen Pandemie, die zu diesem absoluten Kackjahr geführt hat? Die Antwort findet sich - natürlich - in Southpark! Das Pandemie-Special der amerikanischen Überserie nimmt die ganze Sache gehörig auf den Arm und zeichnet dabei die menschlichen Abgründe, die sich 2020 in vielen von uns gezeigt haben, perfekt ab. Wem ein Spiegel zu Hause fehlt, kann sich auch einfach in Southpark betrachten.

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