Der neue Green Rider fürs Filmgeschäft

Der neue Green Rider fürs Filmgeschäft

Für mehr Nachhaltigkeit am Set

Eine neue Ökobroschüre setzt sich jetzt für ressourcenschonende Filmproduktionen ein.

Je mehr man sich ins Thema reinfuchst, desto einfacher kommt es einem fast vor, zumindest wird klar: Nachhaltigkeit ist kein Hexenwerk. Statt auf verschwenderisch auf energiearme Beleuchtung setzen, recycelte oder Secondhand-Produkte benutzen oder Tierprodukte einfach durch pflanzliche Alternativen ersetzen, wären nur mal ein paar Möglichkeiten.

Das dachte sich auch Albert, ein Nachhaltigkeitsprojekt, das von der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) unterstützt wird. 

Denn mit pflanzenbasiertem Catering, einer Zero Waste-Mentalität und energiearmer Beleuchtung ist auch am Set schon einiges in Richtung CO2-Neutralität gemacht. Damit das auch so viele Filmemacher*innen wie möglich mitbekommen und mitziehen, gibt es nun den Green Rider von Albert, der Schauspieler*innen, Regisseur*innen oder Agent*innen dazu animiert, bestimmte nachhaltige Ansprüche in Verträgen zu stellen. Die haben nämlich wahnsinnig viel Einfluss - nicht nur in der Industrie, sondern auch auf ihre Fans - den sie zugunsten des Klimaschutzes nutzen können (und sollten).

Den Green Rider findest du ab sofort auf der Webseite von Albert.




Einen großen Schritt gen Nachhaltigkeit hat die BAFTA bereits Anfang des Jahres gewagt. 

Allein durch die Abschaffung der Goodie Bags, das Anschaffen eines recyclebaren roten Teppichs und einer Reduzierung der Broschüren können die BAFTA Awards von nun an CO2-neutral stattfinden.

"It was realization that actually it's no good to do your best anymore. Everybody has got to pull together. It's a climate emergency, and people just have to start making these choices and shouting about them. There may be people who roll their eyes, but who cares?" - BAFTA Vorsitzende Pippa Harris gegenüber The Hollywood Reporter

Ja! Who cares!



Wie sieht es sonst so in der Filmindustrie aus?

Ganz generell ist die BAFTA mit dem neuen Green Rider allerdings keine Vorreiterin.

Seit ein paar Jahren stellen sich mehr und mehr Filmemacher*innen der Aufgabe, ihre Werke so ressourcenschonend wie möglich zu produzieren. Systemsprenger oder Die Winzlinge 2 wären zwei aktuelle Beispiele.
Auch Sky hat sich vorgenommen, bis 2030 gänzlich klimaneutral zu sein. Jetzt schon sind die Auftragsproduzenten der Eigenproduktionen zum nachhaltigen Arbeiten verpflichtet - nur dann gibt es auch die volle Gage.

Die Filmförderanstalt (FFA) hat außerdem im letzten Jahr schon ein grünes Handbuch herausgegeben, um Kinos zur Nachhaltigkeit anzuregen. Auf der Seite Green Film Shooting findet sich eine ganze Liste internationaler Filmförderungen, die ähnliche Broschüren veröffentlicht haben. Die Filmförderung Hamburg und Schleswig-Holstein verleiht seit 2013 außerdem regelmäßig den Grünen Drehpass für besonders nachhaltige Produktionen.




Und was macht die Musikindustrie?

Die schläft dahingehend natürlich auch nicht. Auch in dieser Branche sind sogenannte Green Consultants, beziehungsweise Nachhaltigkeitsmanager*innen irre gefragt. Die schauen nicht nur, wie Produktionsprozesse so ressourcenschonend wie möglich ablaufen können, sondern gestalten auch die Tourrider der Künstler*innen so nachhaltig wie möglich. Viele Musiker*innen kümmern sich aber schon seit Jahren einfach selbst darum - allen voran Jack Johnson, der zum Beispiel schon ewig danach verlangt, dass im jeweiligen Konzertvenue umweltschonende Lampen benutzt werden.

Wir haben hier eine ganze Liste an egoKünstler*innen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen.




Bis der Klimaschutz von der Mehrheit der Politiker*innen wirklich ernst genommen wird, kann es dauern - so lange, dass es vielleicht schon zu spät ist. Umso besser ist es, wenn einstige Klimakiller-Branchen selbst aktiv werden. Wie sieht es in deinem Job aus?

Design ❤ Agentur zwetschke