Vor dem Erfolg: Was Musiker gearbeitet haben

Vor dem Erfolg: Was Musiker gearbeitet haben

Mit Jack White, Bonaparte und Anderson .Paak

Wer sich schonmal gefragt hat, was Jack White mit Polstermöbeln und dem Sam Phillips Recording Studio in Memphis zu tun hat und wie sich so manche egoKünstler nebenbei ihr Geld verdienen, kann sich nun schlau lesen.

Jack White war mal Polsterer

Dass unser Jack White nicht immer nur Musiker war, wissen wir schon länger. Er hatte nämlich bevor er die Musikkarriere einschlug - man glaubt es kaum - seinen eigenen Polsterei-Betrieb. Der hatte, ebenso wie sein heutiges Label Third Man Records den Namen "Third Man Upholstery".
Da ihm das aber offensichtlich zu langweilig war und sein Herz für die Musik schlug, gab er diesen Beruf bald auf. Das allerdings nicht ohne zahlreiche Gedichte unter den Polstern seiner Möbel zu hinterlassen. Na wer weiß, bei wem ein solches Wertstück insgeheim im Wohnzimmer steht.
Zu den Glücklichen durfte sich auf jeden Fall auch die Phillips Familie zählen, der das Sam Phillips Recording Studio in Tennessee gehört. Die restaurierten nämlich ihr Gebäude und baten dabei Jack White um Hilfe: Der sollte ihre alte Couch retten. Farblich und materiell durfte er sich hier dann austoben.

Auch wenn wir die Couch natürlich gerne selber hätten, freuen wir uns selbstverständlich für das legendäre Philips Studio in Memphis, in dem unter anderem bereits Jerry Lee Lewis, Bob Dylan, Phil Collins, Johnny Cash und Robert Plant aufgenommen haben.
Na dann, lieber Jack White, komm doch bitte auch zu uns in die Redaktion. Wir finden sicher eine verrottete Couch, die du für uns wunderbar herrichten kannst!

Alle Farben war mal Konditor

Nach dem Abi hatte der Berliner sich eigentlich für ein Kunststudium beworben, wurde aber abgelehnt. Daraufhin hat Frans Zimmer a.k.a Alle Farben beschlossen, als Konditor in einem Café zu arbeiten. Dieser Tätigkeit ging er so lange nach, bis es dann irgendwann doch mit der Musik geklappt hat.

Klaas Heufer-Umlauf ist ausgebildeter Friseur

Heute ist Klaas Heufer-Umlauf Sänger der deutschen Pop-Band Gloria und Host von Late Night Berlin. Aber das war nicht immer so. Nach seinem Schulabschluss war klar, dass Klaas keinen durchschnittlichen Beruf ausüben möchte. Seine Eltern bestanden aber darauf, dass er vorher zumindest eine Ausbildung macht. So hat der gebürtige Oldenburger zunächst eine Friseur-Lehre durchgezogen.

Kinderarzt Dexter

Dieser Herr führt ein richtiges Doppelleben. Uns ist Dexter bekannt als Deutsch-Rap-Produzent, der schon mit Künstlern wie Casper, Cro und Fatoni zusammengearbeitet hat. In seinem anderen Leben arbeitet der Stuttgarter als Kinderarzt.

Megaloh war mal Lagerarbeiter

Auch Megaloh ist zur Zeit noch zweigleisig unterwegs. Obwohl er schon seit Jahren rappt, erlangte er erst 2011 durch diverse Zusammenarbeiten mit u.a. Max Herre größere Bekanntheit. Neben seiner Tätigkeit als Rapper ist Megaloh aus Berlin aber auch noch als Lagerarbeiter angestellt. Wir drücken ihm die Daumen, dass er sich bald voll und ganz auf die Musik konzentrieren kann.

Tobias Jundt (Bonaparte) ist nebenher noch Dozent an der Uni

Es gibt aber auch Jobs, die sich gut mit dem Leben als Musiker vereinen lassen. Der Schweizer Tobias Jundt ist zum Beispiel nicht nur der musikalischer Kopf von Bonaparte, sondern auch Dozent für Songwriting an der Zürcher Hochschule der Künste.

Ray LaMontagne hat mal in einer Schuhfabrik gearbeitet

Bis 1991 war SingerSongwriter Ray LaMontagne in einer Schuhfabrik tätig. Dort quittierte er aber den Dienst nachdem er den Song "Treetop Flyer" von Stephen Stills hörte. Den fand er nämlich so inspirierend, dass er beschlossen hat Musiker zu werden.

Marteria zwischen Profisport, Modelshoots und Schauspiel

Marten Laciny hat wirklich einen beeindruckenden Lebenslauf vorzuweisen. Als Jugendlicher war er Profifußballer beim 1. Hansa Rostock. Mit 18 wurde er in New York als Model entdeckt und ist für Marken wie Diesel oder Hugo Boss vor der Kamera gestanden. Nebenbei hat er an der Schauspielschule Reduta-Berlin studiert. Letztendlich hat er aber all diese Projekte auf Eis gelegt und ist Rapper geworden.

Casper war mal Barkeeper

Ein bisschen weniger profitabel war der Job, den Rapper-Kollege Benjamin Griffey a.k.a Casper gemacht hat, bevor er von seiner Musik leben konnte. In einer Bielefelder Großraumdisko hat er sich über Jahre hinweg als Barkeeper die Nächte um die Ohren geschlagen.

Kurt Cobain (Nirvana) hat ziemlich viel gemacht

Kurt Cobain ist wohl der ungekrönte König der Musiker, die eine Vielzahl an Jobs gemacht haben um sich über Wasser zu halten. Da Cobain aber ein recht fauler Kerl war, behielt er nie lange die selbe Arbeit. Unter anderem hat der Nirvana-Sänger in einer Apotheke gearbeitet, eine kurze Zeit lang ein eigenes Putzunternehmen geführt und in einem YMCA (einer Art amerikanischer Jugendherberge) gejobbt.

Anderson .Paak auf der Hanfplantage

Anderson .Paak hat mit der Musik angefangen als er noch ein Teenager war, damals hat er sich in seinem Zimmer die Nächte um die Ohren geschlagen und seine Tracks produziert. Seinen ersten Auftritt hatte er als Schlagzeuger in der Kirche seiner Eltern. Diese Zeit scheint ihn schwer gezeichnet zu haben, da er daraufhin als Hanfbauer auf einer Plantage in Santa Barbara zu jobben anfing.

Børns' Magieauftritte

Ihr solltet nicht nur Børns auf dem Schirm haben, sondern auch den bezaubernden Garrett the Great. Mit seinen magischen Händen versetzte er so manch einen in Erstaunen und zog schon damals das Publikum in seinen Bann. Gut, also übertreiben müssen wir's jetzt auch nicht, ihr habt's doch eh schon erraten. Børns war damals professioneller Magier - seine Musik verzaubert uns trotzdem.

Eine Therapie bei William Fitzsimmons

Als Kind eines blinden Ehepaares lernte er über Musik und Klänge das zu kommunizieren, was visuell nicht kommuniziert werden konnte. Vielleicht entwickelte er dadurch ein Empfinden für Dinge, die außerhalb der Wahrnehmung standen. Damit das alles nicht zu sehr nach Freud klingt, machen wir's kurz. Williams Fitzsimmons Beruf war zunächst Psychologe. Wir sind sicher, dass er sich auch da hervorragend gemacht hat, haben ihn jedoch lieber hier bei uns, beim Musikmachen.  

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