C wie CO2

C wie CO2

egos4future - Von A bis Z

Von  Anne Walzog
Kohlen­stoff­dioxid, kurz CO2, hat einen enormen Einfluss auf unser Klima. Warum, was hinter dem Begriff 'Treibhausgas' steckt und wie du deinen eigenen CO2-Fußabdruck berechnen kannst, zeigen wir dir hier.

Jeder Buchstabe ein Thema: Wir fassen die Basics zu Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit zusammen. Diese Woche C wie CO2.



Warum ist CO2 schädlich für das Klima?

Das Molekül Kohlen­stoff­dioxid besteht aus Kohlen­stoff und Sauer­stoff. CO2 ist geruchs- und farblos und gut in Wasser löslich. Neben anderen Gasen ist es ein natürlicher Bestandteil unserer Luft und spielt als Treibhausgas eine bedeutende Rolle. Außerdem ist es Teil unserer Atmosphäre. Um zu verstehen, welche Auswirkungen schon ein bisschen mehr CO2 in unserer Luft haben kann, muss man sich einmal genauer anschauen, wie unsere Atmosphäre eigentlich funktioniert. Unsere Atmosphäre ist gleichzeitig auch ein Schutzschild, der verhindert, dass die gesamte Sonneneinstrahlung direkt auf die Erde kommt. Auch die Eis- und Schneeflächen unserer Erde und die Wolken reflektieren Sonnenstrahlen und verringern so die direkte Einstrahlung. Die restlichen Sonnenstrahlen, die direkt auf die Erde fallen, erwärmen unsere Böden und die Luft. Durch unsere Atmosphäre und den in ihr enthaltenen Treibhausgasen wird diese Wärme wiederum nicht komplett direkt ins All ausgestrahlt sondern zurück auf die Erde geschickt, wodurch sie sich zusätzlich erwärmt (Stichwort Treibhauseffekt). Auch die chemische Struktur von Treibhausgasen wie CO2, die aus mehr als drei Molekülen bestehen, spielt bei der Erwärmung eine Rolle. Ohne diesen Effekt wäre die Oberfläche unseres Planeten gefroren. CO2 macht einen vergleichbar geringen Anteil unserer Atmosphäre aus (circa 0,038 Prozent) und ist trotzdem für uns überlebenswichtig (Pflanzen produzieren beispielsweise Sauerstoff durch Fotosynthese u.a. aus CO2).

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Allerdings produzieren wir wiederum viel zu viel CO2, als von Pflanzen aufgenommen und verarbeitet werden kann.

Mehr Treibhausgase wie CO2 sorgen für einen stärkeren Treibhauseffekt, was die Temperaturen auf der Erde wiederum erhöht.


Auch wenn sich der CO2-Ausstoß pandemiebedingt kurzzeitig verringert hat - die hohe Konzentration in unserer Atmosphäre ist gleich geblieben. Tatsächlich können Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid, Methan und Distickstoffoxid Jahrzehnte lang in unserer Atmosphäre bestehen bleiben und den Treibhauseffekt weiter befeuern. Seit dem Beginn der Industrialisierung hat sich diese Konzentration in der Atmosphäre vervierfacht und die Durchschnittstemperatur auf unserem Planeten ist um ungefähr 1,1 Grad gestiegen. Das klingt als Durchschnittswert erst einmal nicht besonders dramatisch. Allerdings bedeutet zum Beispiel ein Durchschnittstemperaturanstieg von 1,5 Grad, dass es an heißen Tagen in Europa schon bis zu vier Grad wärmer wäre (im Vergleich zur Zeit der Industrialisierung).

Wer verursacht CO2?

Im Grunde du gerade, während du das hier liest - schließlich atmest du und stößt dabei CO2 aus. Auch durch Verwesung (von alten Pflanzen zum Beispiel) wird CO2 freigesetzt. Diese Mengen sind aber normal und schädigen die Konzentration an CO2 in unserer Atmosphäre nicht. Doch es gibt andere Punkte, an denen wir Unmengen an CO2 produzieren, die das Gleichgewicht und damit die Temperaturen auf unserer Erde verändern: Energieerzeugung, Industrie und Verkehr sind dabei die Top drei der CO2-Verursacher. Allein die Energieerzeugung (Elektrizität und Wärme) sorgte 2018 für 42 Prozent der gesamten CO2-Emission weltweit. Tatsächlich kann laut einer 2017 veröffentlichten Studie des Carbon Majors Report ein Großteil der CO2-Emissionen seit 1988 zu nur einigen wenigen großen Unternehmen zurückgeführt werden. Die komplette Studie findest du hier





Deine CO2-Bilanz

Wenn große Unternehmen, Länder und Investoren für den Löwenanteil der steigenden CO2-Emission verantwortlich sind, fühlt sich der eigene nachhaltige Lebensstil schnell an wie ein Kampf gegen Windmühlen. Trotzdem bist du als Verbraucher*in in der Lage, Angebot und Nachfrage mit zu beeinflussen. Das zeigt sich ganz deutlich am Stromsee-Modell. Leider gibt es keine spezielle Leitung für grünen Strom, aus deiner Steckdose kommt ein Strommix. Hier fließt erneuerbare Energie aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraftwerke ein, aber auch aus fossilen Quellen und Atomkraft. Du kannst mit deinem Wechsel auf Ökostrom dazu beitragen, dass der Stromsee komplett grün wird.

Um zu errechnen, wo du selbst im Alltag die meiste CO2-Emission verursachst und an welchen Stellen du vielleicht einsparen kannst, gibt es verschiedene CO2-Fußabdruck-Rechner:

CO2 Fußabdruck-Rechner des Umweltbundesamts

Der Vorteil an diesem Rechner ist ganz klar die Schnelligkeit - du musst nur wenige Daten eingeben, um deine persönliche CO2-Bilanz zu ermitteln. So kannst du dich einerseits mit dem Bundesdurchschnitt vergleichen (laut dem Rechner liegt er bei 11,6 Tonnen pro Kopf, laut Statista lag er 2017 bei 8,7 Tonnen). Außerdem werden bei diesem Rechner die öffentlichen Emissionen mit einbezogen - beispielsweise von der Industrie, öffentlichen Einrichtungen, die man im Durchschnitt besucht, oder der Landwirtschaft. Nach dem ersten schnellen Ergebnis kannst du bei dem Rechner auch noch ins Detail gehen und Angabe zu Energieverbrauch, Mobilität oder auch Ernährung machen und so ein noch genaueres Ergebnis erhalten. Außerdem bekommst du am Ende Tipps, wie du CO2 im Alltag möglicherweise einsparen kannst und erfährst mehr über politische Zukunftsvisionen und Gesetzesvorschläge. Den CO2-Rechner des Umweltbundesamts findest du hier.

CO2 Fußabdruck-Rechner des WWF

Um deinen CO2-Fußabdruck mithilfe des Rechners des WWFs herauszufinden, musst du zunächst 35 Fragen beantworten. Mithilfe dieser Fragen zu verschiedenen Themenbereichen aus deinem Alltag erfährst du am Ende nicht nur deine ungefähre CO2-Bilanz, sondern auch wie viele Erden nötig wären, damit alle Menschen weltweit so leben könnten wie du. Außerdem sind in dem Rechner staatliche Emissionen (ähnlich wie beim Rechner des Umweltbundes) mit eingeschlossen. Am Ende erhältst du außerdem Tipps, wie du deinen CO2-Ausstoß vielleicht noch verringern kannst. Den Rechner des WWFs findest du hier

CO2 Fußabdruck-Rechner für Jugendliche und Kinder

Der kostenlose CO2-Rechner von KlimaAktiv kann auch jungen Menschen helfen, sich erstmals ein Bild über die eigene CO2-Emission zu machen. Die Fragen sind auf Schüler*innen abgestimmt. Auch öffentliche Emissionen durch Krankenhäuser, Schule oder Müllentsorgung sind in diesem Rechner mit eingeschlossen. Am Ende erfahren Jugendliche, welche kleinen Veränderungen sie selbst in ihrem Alltag schon vornehmen können, um CO2 einzusparen. Den Rechner findest du hier.

CO2 Fußabdruck-Rechner fürs Reisen


Gerade in der Urlaubszeit ist es wieder relevant - fliegst du in den Urlaub, fährst du mit dem Auto oder kannst du dein Ziel auch mit dem Zug erreichen? Auf amosfair.de kannst du dabei errechnen, wie viel CO2 du durch einen Flug verursachst. Hier kannst du je nach Ziel, Flugzeugtyp und Airline deinen CO2-Fußabdruck für deinen Urlaubsflug herausfinden. Außerdem werden dir am Ende noch Vergleichswerte für deinen Flug angezeigt, um die eher abstrakte Zahl der CO2-Emission fassbarer zu machen. Den Rechner findest du hier. Willst du dich speziell über die CO2-Bilanz durch die Fahrt mit dem Auto informieren, kannst du das zum Beispiel mit dem Rechner von myclimate.de machen. Hier kannst du deine Strecke in Kilometer angeben. Dabei wird auch dein Fahrzeugtyp beziehungsweise dessen Benzinverbrauch sowie die Art des Treibstoffs mit berücksichtigt. Den Rechner kannst du hier ausprobieren.






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