So einfach kannst du im Alltag Geld sparen

So einfach kannst du im Alltag Geld sparen

18 Lifehacks

Damit es mit dem Traum vom eigenen Café, der Weltreise (natürlich nach Corona), der Berghütte vielleicht schneller klappt, haben wir dir hier ein paar einfache Spartipps zusammengeschrieben.

Bei dir bleibt am Ende vom Geld auch noch so viel Monat übrig? Mit ein paar Tipps senkst du deine Ausgaben und musst dich im Alltag trotzdem (fast) gar nicht einschränken.

Fitnessstudio kündigen

An Silvester gab's noch den großen Vorsatz ins Fitnessstudio zu gehen, aber mittlerweile sportelst du eh lieber im Park? Die Mitgliedschaft steht noch, dabei kostet das jeden Monat 30 bis 90 Euro. Und selbst wenn du gehst: In einem geschlossenen Raum auf dem Laufband trampeln ist doch eigentlich auch nichts schönes.

Dabei gibt es so viele kostenlose Alternativen an der frischen Luft: Joggen, am Wochenende in die Berge zum Wandern, vor der Arbeit eine Runde im See schwimmen, nach Feierabend eine Runde Yoga oder einfach mit dem Fahrrad eine Runde strampeln. In vielen Parks werden sogar Outdoor-Gymnastik-Kurse angeboten, an denen du kostenlos teilnehmen kannst - auch in Zeiten von Corona. 

Wäscheleine statt -trockner

Die noch nasse Wäsche kommt bei dir in einen Trockner? Wie wär's denn mal mit einer klassischen Wäscheleine? Wenn du einen eigenen Trockner besitzt, dann sparst du dir in erster Linie eines: Strom - also Geld. Wenn aber in deinem Hauskeller ein Gemeinschaftstrockner steht, kannst du dir bei jeder Wäsche so um die zwei Euro sparen.

Fahrrad statt Benzinkosten

Schwing dich auf dein Fahrrad und genieße die frische Luft! 

So bist du auch zur Rushhour Stau unabhängig und im Vergleich zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln auch flexibler und manchmal sogar schneller. Und den Mindestabstand einzuhalten, geht auf dem Rad ja auch viel einfacher als im vollen Bus. Außerdem sparst du dir so das Monatsticket oder das Benzingeld und führst gleich auch noch Tipp #1 aus, mehr Sport zu machen.

Flohmarkt

Man muss es ja nicht gleich so ernst nehmen wie Minimalist*innen, aber so ein bisschen zu viel Krempel hat doch jede*r von uns. Miste doch deine Bude aus und verkaufe die Sachen auf dem Flohmarkt - falls du ein neues Fahrrad (im Hinblick auf #3) oder Balkonmöbel braucht, kannst du dich vor Ort gleich nach einer günstigen Variante umsehen.

Vielleicht gibt es in deiner Nachbarschaft auch Hofflohmärkte, bei denen du dich beteiligen kannst - dann fällt auch die lästige weite Schlepperei weg. Oder du schaust du online um - ob Ebay-Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel - irgendwo freut sich sicher jemand über deine aussortierten Sachen.

Selber kochen

Essen gehen und bestellen macht zwar Spaß, geht aber auch sehr ins Geld. Günstiger ist es, wenn du zu Hause selbst kochst. Und wenn vom Essen etwas übrig bleibt, kannst du es gleich am nächsten Tag in die Arbeit oder mit zur Uni nehmen. Das spart dir täglich zwischen sechs bis zehn Euro! Und das nächste Mal kannst du dich dann bekochen lassen.

Mindesthaltbarkeitsdatum ignorieren

Wenn wir gerade beim Thema Essen sind... "Schade, dass ich den Johghurt nicht mehr essen kann, der ist ja gestern abgelaufen..." Denkste! Das Mindeshaltbarkeitsdatum, kurz MHD, ist kein Verfallsdatum.

Bis zu diesem Datum ist lediglich garantiert, dass das Produkt kein gesundheitliches Risiko für dich darstellt und es auf keinen Fall zu wesentlichen Geschmacks- oder Qualitätseinbußen kommen kann. Du kannst es in den meisten Fällen aber trotzdem noch ohne Bedenken essen. Teilweise haben die Hersteller das MHD sogar bewusst ein bisschen zu früh angegeben, wie eine Studie der Fachhochschule Münster ergab.

Ein Grund sei, dass die Lebensmittelindustrie eine mögliche falsche Lagerung beim Kunden mit einrechnen würde. Aber auch direkt beim Kauf kannst du vom Mindesthaltbarkeitsdatum profitieren. So findest du in vielen Supermärkten und Discountern auch immer wieder reduzierte Produkte, wie beispielsweise Salate oder Joghurt, die kurz vor Ablauf des MHDs stehen. Wenn du diese Lebensmittel nicht lange lagerst sondern gleich isst, dann kannst du beim Einkaufen ohne großen Aufwand leicht Geld sparen. Schlecht sind diese Produkte ja noch nicht.

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Smoothies selber machen

Fertige Smoothies (kann dafür bitte endlich jemand ein anderes Wort erfinden, das klingt so unsexy) gibt es zwar auch recht günstig im Supermarkt, aber dafür ist in dem kleinen Fläschchen auch kaum was drin. Besser also, du kaufst einmal einen teuren Smoothie, damit du das passende Gefäß hast (die aus Glas sind besonders zu empfehlen).

Danach kannst deine Smoothies einfach selbst herstellen. Dafür brauchst du ganz viel Obst, den neu erworbenen Behälter und einen Pürierstab. Wenn du gleich ganz viel machst, hast du nur einmal die Arbeit und kannst dich gleich für mehrere Tage versorgen.

Haushaltsbuch

Klingt unglaublich altmodisch, kann aber auch unglaublich motivierend sein. Mit einem Haushaltsbuch verschaffst du dir einen Überblick über deine monatlichen Ausgaben - und kannst dadurch unnötige Posten identifizieren. Natürlich kannst du so ein Haushaltsbuch auch ganz modern digital führen.

Leihen statt Kaufen

Leih dir den Grill, Biertische oder die Bohrmaschine einfach bei deinem Nachbarn, anstatt sie zu kaufen. Die Nachbarschaftsymbiose lohnt sich übrigens auch, wenn du mal im Urlaub bist, sodass sie sich um deinen Kräutergarten (#10) auf deinem Balkon kümmern, oder diese ein Auge darauf haben.

Du weißt nicht, wer deine Nachbarn sind? Lerne sie kennen und connecte dich: Schmeiß einen Zettel bei jedem in den Briefkasten oder klopf persönlich, um dich vorzustellen. Dann siehst du gleich, wer in deiner Nachbarschaft wohnt und wer in der Lage ist einen platten Reifen (#3) zu reparieren - bitte aber nicht den Mund-Nase-Schutz und den Mindestabstand vergessen!

Der eigene Kräutergarten

Immer frische Minze für deinen Hugo oder Basilikum für den Tomaten-Mozzarella-Salat zu Hause haben? Ein kleiner Kräutergarten zu Hause ist nicht nur praktischer und frischer, sondern auch günstiger als alles im Supermarkt zu kaufen. Falls du weder Garten noch Balkon, noch Platz in der Küche hast, gibt es in vielen Städten auch Urban Farming Projekte, bei denen du dir mit einer Gemeinschaft sowohl die Grünfläche, als auch die Ernte teilst. Während du viele Kräuter im Winter auch problemlos drinnen ziehen kannst, ist Urban Gardening allerdings eher schwer.

Selbstgemachtes verschenken

Früher hast du Oma und Opa einfach selber was gebastelt, warum nicht auch jetzt? Persönliches wie selbstgemachte Marmelade, Bärlauchpesto oder selbstgemachte Öle kannst du einmal in einem Aufwasch machen und schon bist du selbst gegen spontane Einladungen bestens gewappnet.

Kostenlos Geld abheben

Vielleicht sollten wir lieber nicht hochrechnen, wie viel Geld wir in unserem Leben schon für Abhebegebühren ausgegeben haben. Nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland, weil die Banken kostenloses Abheben nur in ihren eigenen Filialen ermöglichen. Wenn es schnell gehen muss und gerade kein Automat der eigenen Bank in der Nähe ist, sind wir gezwungen vier bis fünf Euro Gebühren zu zahlen.

Nimm dir daher mal zehn Minuten Zeit und erkundige dich per Google, wo in deiner Stadt überall Automaten stehen. Präge dir die wichtigsten Punkte ein und überlege, zu welchen Gelegenheit du dort vorbei kommst. Mit dem Bewusstsein wird es dir in Zukunft leichter fallen, deine Route (vor allem mit dem Fahrrad) so zu gestalten, dass du regelmäßig an einem deiner Automaten vorbeikommst.

Menstruationstasse

Eine was?!? Ok, als Kerl bietet sich für dich dabei wohl kein Sparpotential. Für die Frauenwelt: Es gibt tatsächlich eine Alternative zu Tampons und Binden, die nicht nur umweltschonender ist, sondern auch noch geldsparend. Die Menstruationstasse funktioniert ähnlich wie ein Tampon, nur dass sie Blut auffängt und nicht aufsaugt. Das Ding kostet um die 15 Euro und muss nur alle zehn Jahre neu gekauft werden.

Kaffee zu Hause kochen

Von der Tasse kommen wir jetzt zum Becher. Wie die meisten Menschen brauchst vermutlich auch du am Morgen vor der Uni oder der Arbeit zunächst einen frischen Kaffee, um richtig loslegen zu können. Du kaufst dir den Kaffee schnell unterwegs im Einwegbecher? Das ist weder für deinen Geldbeutel, noch für die Umwelt gut. Bereite dir deinen Kaffee doch einfach schon zu Hause zu (aber nicht mit Pad- oder Kapselmaschinen, die sind ebenfalls teuer und schlecht für die Umwelt) und nimm ihn mit. Rechne einfach mal hoch, wie viel du so in nur kurzer Zeit sparen kannst - ganz ohne auf etwas verzichten zu müssen.


Übrigens: Dieses Vermeiden von Sparsünden macht einen großen Teil des frugalistischen Lebenstils aus. Frugalist*innen leben so, dass sie bereits mit 30 oder 40 Jahren finanziell unabhängig sind. Mehr zu diesem Konzept liest du hier.


Leitungswasser 

Viel trinken ist wichtig für den Körper, zwei Liter am Tag sollten es schon sein. Flaschenweise Getränke nach Hause zu schleppen geht aber nicht nur in die Knie und den Rücken – sondern auch ins Geld. Wenn du zu Hause hauptsächlich Wasser oder Tee trinkst, kannst du auch einfach Leitungswasser verwenden. Das ist nicht nur von sehr hoher Qualität, sondern auch fast umsonst.

Wenn du lieber Mineralwasser als stilles Wasser magst, kannst du dir überlegen ob ein Sprudelgerät auf Dauer nicht günstiger ist - immerhin würdest du dir dadurch das regelmäßige Einkaufen sparen. Und wenn du generell von Cola und Co. auf Wasser oder Tee umsteigst, tust du nicht nur etwas gutes für deinen Geldbeutel, sondern auch für deine Gesundheit.

Essen sparen mit Foodsharing und Mundraub

Auf dem Weg zum Freibad schnell irgendwo einen Apfel vom Baum klauen? Das geht und ist auch legal. Die Seite Mundraub zeigt dir an, wo in deiner Nähe frei nutzbare Bäume und Sträucher stehen. Über Foodsharing kannst du selbst Essen spenden, das du zum Beispiel vor deinem Urlaub nicht mehr aufbrauchen kannst. Andersrum kannst du dich dich natürlich auch an kostenlosem Essen bedienen, das andere Leute vor ihrem Urlaub verschenken. 

Cookies löschen

Dieser Punkt mag auf den ersten Blick eher nach Datenschutz klingen, hat aber trotzdem was mit weniger Geld ausgeben zu tun. Viele Online-Händler wenden ein Dynamic Pricing an, es gibt also keine Festpreise. Verbraucherschützer haben herausgefunden, dass Produkte teurer werden, je öfter du sie im Netz anklickst. Um das zu verhindern, musst du nur deine Cookies im Browser regelmäßig löschen. Es gibt aber noch weitere Faktoren, die du beachten solltest wenn du möglichst günstig online einkaufen willst: So ist scheinbar Elektronik mittwochs am günstigsten, Schuhe am Donnerstag und Beauty am Freitag.

Außerdem sind die durchschnittlichen Preise beim Einkaufen per Handy oder Tablet höher als mit einem normalen Computer. Die Händler gehen dann wohl davon aus, dass du es eilig hättest und die Preise nicht so genau vergleichen würdest. Am besten verwendest du aber einen Windows-PC und keinen Mac. Die Algorithmen der Online-Shops vermuten, dass Apple-Besitzer mehr Geld haben. Außerdem kannst du versuchen, ein Produkt in den Warenkorb zu legen aber dann doch nicht zu bestellen. Manchmal bekommst du dann eine Erinnerungs-Mail mit einem Gutschein, vielleicht bekommst du dadurch aber auch ein besseres, sprich günstigeres Angebot.

Handytarif checken

Was früher mit einem einfachen Prepaid-Tarif zum Anrufen der Eltern begann, ist mittlerweile ein teurer Vertrag geworden, der jeden Monat abgebucht wird? Auch hier kannst du sparen: Braucht es denn wirklich das große Datenpaket, obwohl du zu Hause, in der Uni und bei der Arbeit W-Lan hast - vielleicht reichen ja doch auch weniger Gigabyte aus. Desweiteren kannst du dir überlegen, ob du wirklich ein neues Top-Smartphone brauchst oder ob das Vorgängermodell auch genügt. Auch unabhängig von diesen Tipps solltest du deine Verträge checken: Sind sie schon ein bisschen älter, zahlst du möglicherweise zu viel. Neuere Verträge bieten zum Teil mehr zu besseren Konditionen.


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