Beatsteaks bei egoFM

Beatsteaks bei egoFM

Die egoFM Privataudienz

Diesen Freitag übernehmen die Beatsteaks das egoFM Studio und spielen eine Stunde lang ihre Lieblingssongs.

Beatsteaks bei egoFM

Beatsteaks zu Gast im Chelsea Hotel: Das Interview zum Nachhören

Die egoFM Privataudienz mit den Beatsteaks 



Beatsteaks zu Gast im Chelsea Hotel: Das Interview zum Nachhören


Arnim Teutoburg-Weiß von den Beatsteaks war zum Release ihrer neuen EP im Chelsea Hotel zu Gast. Das Besondere daran: Es ist ein Coveralbum mit Songs von weiblichen Künstlerinnen. Mit Sandra Gern quatscht Arnim, warum sie ausgerechnet diese Songs für die Cover-EP ausgewählt haben und wie es den Beatsteaks allgemein gerade so geht. 


In The Presence Of

Nach zwei Jahren Pause, lassen die Beatsteaks mal wieder was von sich hören: Am 11. Dezember 2020 ist ihre neue EP erschienen, nicht etwa ein klassisches Beatsteaks-Album mit Rock- und Punksongs, sondern eine EP voller Coverversionen von erfolgreichen Musikerinnen, die die Berliner-Jungs inspiriert haben.
Aber keine Sorge: Der typische Beatsteaks-Bums ist natürlich erkennbar. Mit dabei sind Songs von Portishead, Ideal, Hildegard Knef und noch vielen weiteren Powerfrauen. In einem Jahr voller ausgefallenen Festivals und Konzerte mussten sich die Rampensäue überlegen, was sie anstatt auf Tour zu gehen denn sonst machen könnten.

Dabei ist die Idee zu einer Cover-EP an einem stinknormalen Studiotag entstanden, ganz spontan:

"Wir wollten irgendwie auch mal kurz zeigen, dass es uns noch gibt, und dass wir auch noch Bock haben was zu machen. Dass wir auch noch ganz schön geil sind, wenn wir wollen. Dann hatte ich mit Thomas an einem Tag [gesagt]: Ja ich finde wir sollten einfach ein paar Coversongs aufnehmen und zwar richtig gut." - Arnim von den Beatsteaks

Arnim hat dann angefangen, eine Playlist anzulegen mit seinen Lieblingssongs der letzten Jahrzehnte. Ungefähr 25 Songs waren da mit drin und zufälligerweise sehr viele von Frauen. Warum also nicht gleich nur weibliche Künstlerinnen nehmen? Fand der Rest der Band auch super - also wurde aussortiert, am Ende ist jetzt ein Album mit sechs Coversongs entstanden.

"Das werden nur Songs von den Ladies, die wir verehren."

Als die Beatsteaks sich auf sechs Songs geeinigt hatten, die auch im Rahmen ihrer musikalischen Möglichkeiten gut zu covern waren, war schnell klar, dass diese Unternehmung auch ein klares Statement wird:
"Ich würde uns schon als feministische Band bezeichnen und wir stellen uns dahinter, obwohl das jetzt am Anfang nicht der Pump [für diese EP] war. Aber ich finde das schon wichtig, das immer mal wieder auf den Zettel zu rufen, dass wir für die Gleichheit sind und für 'more power to the women' auf jeden Fall. Und für mehr Frauen auf Festivalbühnen." - Arnim von den Beatsteaks

Mehr weibliche Acts bei Festivals wünscht sich Arnim, denn: "Ich hab genug von alten, weißen Männern, ich kann das nicht mehr." Seit 25 Jahren sind die Beatsteaks schon im Business, glücklicherweise kann Armin in dieser Zeit eine positive Entwicklung feststellen:
"Es tut sich auf jeden Fall was. [...] Wir hatten auf der letzten Tour eine französische Frauenpunkband. Wir gucken, dass alles in Bewegung bleibt und wir nicht dafür sorgen, dass das stagniert."


Eine von den vielen Frauen auf der Beatsteaks Cover-EP ist Hildegard Knef. Anfang Dezember erschien "Von Nun An Ging's Bergab", erstmals 1968 von der Berliner Ikone veröffentlicht, in der Version der Beatsteaks.


Jahr 2020: Beatsteaks Rückblick

Dieses Jahr sollte (eigentlich) ein unvergessliches Jahr für die Beatsteaks werden. Ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte wollten die alternativen Rocker eigentlich mit einer großen Jubiläumstournee feiern, doch die Pandemie kam dazwischen, mal ehrlich:

"Ist natürlich alles ein Riesenscheiß" - Arnim von den Beatsteaks


Trotz des gescheiterten 25. Geburtstages der Band, waren die Jungs fleißig und haben uns eine EP geliefert, die es vielleicht ohne Corona so nicht gegeben hätte. Für die Fans also Glück im Unglück. Für Arnim waren die Highlights des Jahres: Die Abwahl von Präsident Trump und der Song "Glory Box", der auch Teil der EP ist. Ok, cool!

Zum Schluss noch einen Apell an die Gesellschaft:

"Ich hoffe, dass die Menschen Geduld haben mit der Sache. Wir müssen da alle zusammen durch. Ich hoffe, dass es einen Zusammenhalt gibt durch diese Krise." - Arnim von den Beatsteaks



Tracklist: In The Presence Of

01 "After Hours" (Velvet Underground)
02 "You Don't Own Me" (Lesley Gore)
03 "Shitlist" (L7)
04 "Monotonie" (Ideal)
05 "Von nun an ging's bergab" (Hildegard Knef)
06 "Glory Box" (Portishead)


  • Chelsea Hotel: Arnim Teutoburg zu Gast bei Sandra
    Das Interview zum Nachhören


Die egoFM Privataudienz mit den Beatsteaks

Diesen Freitag übernehmen die Beatsteaks eine Stunde lang das egoFM Studio. Von 20 bis 21 Uhr spielen sie ihre liebsten Tracks im Radio und erzählen die Geschichten dazu. Arnim Teutoburg-Weiß stellt Songs vor, die ihn im Jahr 2020 am meisten bewegt haben - mit dabei natürlich auch sein absoluter Lieblingssong des Jahres, für den er beim ersten Mal Hören sogar extra mit dem Auto rechts ran fahren musste.

Und wie es sich für die Beatsteaks gehört, gibt's 'ne ordentliche Portion Punk-Rock, gemischt mit Pop-Rock und Rock'n Roll. Aber auch ein bisschen Dance-Music und Rap ist zwischendurch mal zu finden. "Alles geile Songs find ick", wie es Arnim ziemlich treffend formuliert.


Alle Songs, die die Beatsteaks mitgebracht haben, siehst du hier. Die Wiederholung der Privataudienz gibt's übrigens am Sonntag von 13 bis 14 Uhr.

Tracklist:

01. Sault - Strong
02. Viagra Boys - Ain't Nice
03. King Princess - Pain
04. Arlo Parks - Black Dog
05. Chubby and the Ganz - All Along the Uxbridge Road
06. Haim - Los Angeles
07. The Strokes - At The Door
08. Disclosure - Energy
09. Fontaines DC - I Don't Belong
10. Tame Impala - Breathe Deeper
11. Doves - Broken Eyes
12. Drake - Laugh Now Cry Later
13. K.I.Z. - Berghainschlange
14. Die Ärzte - Alle auf Brille
14. Beatsteaks - Glory Box


▲ Zurück zum Anfang

Design ❤ Agentur zwetschke