Hall of Fame: Aretha Franklin

Hall of Fame: Aretha Franklin

Musikalische Meilensteine aus der egoPerspektive

Aretha Franklins Stimme ist eine für die Ewigkeit. Hier erfährst du alles über die Queen of Soul.


Bevor alles begann

Sie wuchs in Detroit auf – Motown. Ihr Vater, ein berühmter Prediger und Bürgerrechtler nahm sie früh mit in die Kirche und schon als Teenagerin trat sie als Gospelsängerin auf. 1960 will sie Gospel gegen Pop tauschen. Sie zieht nach New York, unterschreibt einen Plattenvertrag und innerhalb von nur zwei Jahren wird sie zum international gefeierten Star. Ab Mitte der 60er will sie sich statt auf Pop-Balladen wieder mehr auf ihre Wurzeln in der afroamerikanischen Musik konzentrieren: Blues, Gospel, R'n'B und Soul.


"Respect", obwohl es nur ein Cover ist (im Original von Otis Redding), wird der Titel in der frenetischen Version Arethas zu ihrem Signature-Song. Dank der Lyrics wird er auch gleichzeitig zur Hymne der Bürgerrechts- und Feminismusbewegung der 60er Jahre. Die im Original nicht vorkommende häufig wiederholte Textzeile "Sock It To Me" zeigt, wie Aretha traditionelle Gospelelemente, Repetition und Improvisation mit modernem, energetischem Soul und Blues vermischte.

Die unglaubliche Stimme

Obwohl sie sich in der Öffentlichkeit kaum politisch äußerte, machten Hitsongs wie "Think", "Say A Little Prayer", "Chain Of Fools" und "Natural Woman" sie dennoch zu einer der relevantesten Stimmen. Und überhaupt – ihre Stimme: Vier Oktaven umfasst sie und schon auf Vinyl gepresst klingt sie perfekt. Doch vor allem Live entfaltet Aretha, wie sie da am Piano sitzt, eine ungeheure Wucht.

Ende einer Karriere, die noch immer anhält

Ab Ende der 70er gehen die Verkaufszahlen ihrer Alben zurück. Zwar stechen einzelne Hits in den 80ern und 90ern immer wieder hervor und ernten hohe Chartplatzierungen, doch ihre größten Erfolge liegen bereits hinter ihr. Live ist Aretha nach wie vor unschlagbar. Als Luciano Pavarotti 1998 wegen Stimmbandproblemen in letzter Sekunde absagen muss, springt Aretha ein und singt die Arie "Nessun Dorma". Dort erntet sie schon nach wenigen Sekunden Standing Ovations. Bei der Amtseinführung Barrack Obamas 2009, 40 Jahre nach "Respect" ist sie es, die ihn ins Weiße Haus singt. Auch knapp zehn Jahre später noch, mit über 70, steht sie von schwerer Krankheit gezeichnet noch auf der Bühne. Ihre Stimme immer noch intakt. Immer noch so mächtig und so ausdrucksstark und gefühlvoll wie eh und je. Ein Jahr nach ihrem letzten Auftritt stirbt sie 2018.

Zurecht gilt Aretha Franklin die Queen of Soul als wichtigste Sängerin und größte Stimme der Geschichte.

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