Horror Punk

Horror Punk

Genres, die ihr nicht kanntet - bis jetzt

Wir bringen euch Musikstile näher, von denen ihr noch nie etwas gehört habt, die aber eigentlich ziemlich interessant sind. Weiter geht es mit Horror Punk.

Punk gemixt mit Horror. Wenn wir das mal für euch aufzwiebeln, dann ist das ein Genre, in dem eine Kombination aus Hardcorepunk und Death Rock mit dem Klangbild des Rockabilly und Surf Rock vorkommt. Gruslig wird’s in der Thematik, also den Songtexten, sowie natürlich den Outfits und Videos.

Als Begründer der Horror Punks gilt die amerikanische Band Misfits. Sie fingen 1977 an, schnelleren und aggressiveren Hardcorepunk mit Elementen älterer Musikrichtungen zu mischen. So fanden Elemente des Rockabilly Einzug in das Klangbild der Band, ebenso wie Singalong und Doo Wop.



Die Anfänge des Horrorgenres blieben noch relativ unbekannt. Erst ab Mitte bis Ende der 1990er Jahre steigerte sich die Popularität des Horrorpunk rasch.

Zahlreiche Bandneugründungen, insbesondere in den USA, orientieren sich stark an den Misfits. In Deutschland wurde ab 1999 reges Interesse festgestellt. In der Tat entwickelte es sich hier, neben dem Herkunftsland USA, ab 2000 zu einem Zentrum des Horrorpunk.

Die bekanntesten deutschen Horrospunks sind The Other - eine 2002 gegründete Gruppe aus Nordrhein-Westfalen. Sie gelten als die berühmtesten Vertreter des Genres Horrorpunk in Europa. Thorsten Wilms, Sänger und Frontmann der deutschen Musikgruppe The Other, bezeichnete Deutschland als

„Mekka der Horrorszene“.
Obwohl die meisten Bands aus den USA kämen, liegt die größte Fanbasis hier bei uns. Als Gründe nennt er eine lange Horrortradition in Deutschland, zum Beispiel mit dem Schauerroman im 18. Jahrhundert oder dem expressionistischen Horrorstummfilm der 1920er Jahre, und generell die deutsche Vorliebe für morbide Kunst.



Namentlich nicht fehlen darf hier, die 1997 gegründete Band, Blitzkid. Sie wandelte sich von einer anfangs noch stark Misfits inspirierten Gruppe zur populärsten Band des Genres mit eigenem Stil und prägte nachfolgende, junge Bands so sehr, wie frühere von den Misfits geprägt wurden.

Die Texte behandeln vor allem entsprechende Themen, wie klassische Filmmonster, Vampire, Gespenster, Serienmörder oder Mord und Totschlag. Trotzdem sind diese Darstellungen weder grausam noch gewaltverherrlichend, sondern immer ironisch und humorvoll. Der Tenor der Musik ist also immer positiv. Wer hätte das gedacht bei den Outfits?

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