Parov Stelar bei egoFM

Parov Stelar bei egoFM

Das komplette Interview bei egoFM Max

Electro Swing-Pionier Parov Stelar war zu Gast bei egoFM Max und hat mit ihm über sein neues Album gequatscht.


Moonlight Love Affair

Am 29. April erschien das neue Album Moonlight Love Affair von Parov Stelar. Der Österreicher gilt als Pionier des Electro Swing und gemeinsam mit seiner Band hat er schon ausverkaufte Headliner-Shows in New York, Los Angeles, Paris, Berlin, London und Moskau gespielt und ist auf den größten Festivals unserer Zeit aufgetreten. 

Die Live-Zwangspause aufgrund von Corona hat Marcus Füreder, besser bekannt als Parov Stelar, teils im Atelier, teils im Studio verbracht und auch dafür genutzt, sich ein bisschen zurückzuziehen. In diesem Jahr ist er allerdings endlich wieder auf Tour und macht im Dezember auch einen Abstecher in München. Und wir nehmen dich mit - alle Infos dazu findest du hier.
  • Parov Stelar im Interview
    Das komplette Gespräch zum Anhören
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Jeder Song ein Kapitel

Jeder Song des Albums ist ein Kapitel, welche am Ende eine gesamte Geschichte ergeben. Wie diese allerdings ausgeht, muss - wie so oft in der Kunst - jede*r für sich selbst entscheiden. Das ist das schöne an Geschichten, dass jede*r etwas anderes dabei fühlen kann, sagt Parov Stelar. Für ihn persönlich geht es beim Album aber um die Liebe:

"Die Liebe ist etwas sehr vielseitiges, also du kannst ein Hochgefühl haben, die Liebe kann dich auch zutiefst betäuben und genau diese Achterbahnfahrt, die das Leben eigentlich ist und infolgedessen auch die Liebe, ist das Album." - Parov Stelar

Das Albumcover, das Parov Stelar selbst gemalt hat, ist genau aus diesem Grund auch so mystisch gehalten:

"Ich glaube die Kunst lebt davon, was du nicht siehst. Und infolgedessen ist es für mich auch spannend, den Betrachter oder auch den Hörer auf eine Reise mitzunehmen, um selbst zu entdecken. [...] Und wir identifizieren natürlich Identität sehr mit dem Gesicht und ich glaube zu dem Zeitpunkt, wo du das weglässt, beginnt bei jedem der eigene Film." - Parov Stelar 

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Das Album, beziehungsweise die Essenz des Albums, kann als NFT gekauft werden.

Dafür hat Parov Stelar Samples aus verschiedenen Songs des Albums zu einem neuen Track zusammengesetzt, von dem es aber, auto-generated, 10.000 verschiedene Varianten gibt. Das heißt, jede*r Käufer*in bekommt einen anderen Song.
"Ich habe quasi mich selbst gesampelt und habe einen Song komplett neu gemacht, den gibt's aber in 10.000 Variationen." - Parov Stelar

Der Ansatz, digitale Medien als NFTs zu Originalen zu machen, gefällt Parov Stelar. Wo diese Entwicklung - auch im Bereich der Kunst - noch hingeht, werden wir aber erst in Zukunft sehen und hängt natürlich auch davon ab, was wir daraus machen, sagt er. Die Sehnsucht nach organischer Kunst wird seiner Einschätzung nach aber trotzdem bestehen bleiben. Der Vinylmarkt beispielsweise boomt seit einigen Jahren ja auch wieder, und das zeigt:

"Dort, wo zwar eine digitale Revolution stattfindet, findet aber parallel immer auch eine Gegenbewegung statt." - Parov Stelar

Für Moonlight Love Affair hat Parov Stelar auch mit anderen Musiker*innen zusammengearbeitet.

Unter anderem auch mit AVEC. Eigentlich haben die beiden schon vor drei Jahren an einem gemeinsamen Song gearbeitet, damals war Parov Stelar allerdings nicht wirklich zufrieden mit seinem Instrumental und hat den Track - mitsamt der Vocals von AVEC - erstmal beiseite gelegt. Für das neue Album hatte er dann ein tolles Instrumental, zu dem ihm allerdings die Vocals gefehlt haben. Zumindest, bis er sich wieder an AVECS Part von damals erinnert hat:

"Es war fast, als ob ich das für diese Vocals produziert hätte [...] und ich dachte mir: Wow, Dinge die zusammengehören, kommen zusammen." - Parov Stelar


"Above the Ground" zeigt, dass Moonlight Love Affair keine reine Electro Swing-Platte ist, einige Tracks haben zum Beispiels auch auch Einflüsse aus Jazz, Soul, Blues, Pop und HipHop hat.

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