Bandsintown und Bandcamp reagieren auf Covid-19

Bandsintown und Bandcamp reagieren auf Covid-19

Unterstützung für Musiker*innen wegen der Corona-Krise

Bandcamp ist das Zuhause vieler kleiner Indie-Künstler*innen und normalerweise versorgt uns Bandsintown mit den Daten zu den neusten Touren und Shows. Beide Plattformen reagieren jetzt auf die Corona-Krise.

Bandcamp spendet bis zum Ende des Jahres seine Einnahmen an Künstler*innen

Auch die Plattform für kleine und Independent Künstler*innen, Bandcamp, hat sich etwas für die Krisenzeit überlegt. Normalerweise verdient Bandcamp an den Verkäufen über die eigene Plattform mit - 15% auf digitale Musik und 20% auf Merch. Seit Freitag, dem 20. März wird die Provision von Bandcamp runtergesetzt, und zwar auf 0%. Alle Einnahmen landen also zu 100% bei den Künstler*innen. Ethan Diamond, CEO von Bandcamp schreibt dazu auf dem Blog: 

"For many artists, a single day of boosted sales can mean the difference between being able to pay rent or not. Still, we consider this just a starting point. Musicians will continue to feel the effects of lost touring income for many months to come, so we’re also sharing some ideas below on how fans can support the artists they love and how artists can give fans new, creative ways to provide support."

Eigentlich sollte die Aktion nur für einen gewissen Zeitraum laufen - jetzt verkündete Bandcamp aber, dass sie den Bandcamp Friday mindestens bis zum Ende des Jahres beibehalten wollen. Auf ihrem Blog heißt es dazu:

"Because the pandemic is far from over, we’ll continue to hold Bandcamp Fridays on the first Friday of every month until the end of the year."


An folgenden Tagen gehen die Einnahmen über Bandcamp zu 100% an die Künstler*innen:


  • 7. August 2020
  • 4. September 2020
  • 2. Oktober 2020
  • 6. November 2020
  • 4. Dezember 2020

Also, wenn du deine*n Lieblingskünstler*in unterstützen möchtest, kauf am Freitag fleißig Musik und/oder Merch ein und erzähle am besten noch ein paar Freund*innen davon.



Good News in Zahlen:

An einem normalen Freitag verkauft Bandcamp ungefähr 47.000 Artikel - am 20. März waren es 800.000, das ist ungefähr 15 mal so viel. Insgesamt wurden über $4 Millionen eingenommen, die komplett bei den Künstler*innen landeten:


Seit beginn der Pandemie und der Aktion, wurde mittlerweile aber noch weitaus mehr Geld an die Künstler*innen ausgezahlt:

"That’s incredible, but just as amazing is that since the pandemic hit in March, fans have bought more than $75 million worth of music and merch directly from artists and labels, and to date, fans have paid artists over half a billion(!) dollars on Bandcamp."



Abgesagt, verschoben, verschoben, abgesagt, abgesagt… Live-Musik und Künstler*innen brauchen wegen der Corona-Krise Unterstützung!

Bandsintown macht statt Konzertupdates jetzt Livestreams

Das dachten sich wohl auch die Macher von Bandsintown. Normalerweise funktioniert die Plattform wie ein Kalender und hilft den Usern dabei, alle Konzerttermine und Vorverkaufstarts im Blick zu behalten. Zu Corona-Zeiten leider etwas nutzlos - #ichbleibheutzuhaus ! Aber es gibt gute Neuigkeiten: Bandsintown hat nun ihren eigenen Twitch-Kanal eingerichtet - Bandsintown Live.

"During these difficult times, we want to remind you that we are all in this together, just like when we are in the mosh pit cheering on our favorite artists and bands."

Über den Kanal gibt es ab sofort Livestreams von den verschiedensten Künstler*innen aus unterschiedlichen Musikrichtungen. Egal ob weltberühmte Band oder kleine Newcomer – Bandsintown möchten allen eine Plattform bieten. Den Anfang machen Black Coffee am Freitag mit einem Livestream aus Südafrika:


Wir sind gespannt, welche Musiker*innen demnächst auch über Bandsintown streamen werden. Noch mehr Livestreams, die unsere egoKünstler*innen gerade auf die Beine stellen, findest du hier.

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