"Circles" - die neue Single von Polar Noir

"Circles" - die neue Single von Polar Noir

Aus der Sicht einer jungen Klimaaktivistin

Mit dem neuesten Song entführt uns Polar Noir nicht nur ins arktische Meer, sondern eröffnet auch noch eine wichtige Perspektive - die einer jungen Klimaaktivistin.

"Circles": Eine Stimme für die Klimabewegung

Anfang des Jahres hat sich Polar Noir zurückgezogen - auf eine Insel im arktischen Meer, um sich voll und ganz auf ihre Musik zu fokussieren. Dabei herausgekommen sind nicht nur minimalistische, dafür aber nicht minder gefühlvolle Live-Sessions zu bereits releasten Songs wie "While We Were Sleeping" oder "Underwater", sondern auch neue Tracks. So auch "Circles". Inspiriert vom leider endlichen Eis um sie herum, erzählt Polar Noir aus der Perspektive einer jungen Klimaaktivistin.

You've got your whole life ahead, they say
No need to save the world for us, they pray
We're running out of time, I say
Digging my head deeper in my bed
This is nothing personal, I plead,
A system stealing seeds from us instead
You can try to meditate, they say
You can work harder on yourself

Die Klimakrise ist auch eine psychische Krise

Es geht also um die Ohnmacht, die gerade junge Menschen gerade verspüren, wenig bis kaum etwas im großen Ganzen ausrichten zu können, wenn man ständig gegen die Skrupellosigkeit großer Konzerne und Politiker*innen ankämpfen muss. Unterzugehen, in einem Meer von Fakten, die einem um die Ohren schlagen wie wilde Wogen. Und letztlich auch darum, was alles auf dem Spiel steht: eine Zukunft für kommende Generationen. All diese Ungewissheit oder das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden kann zu ernsten psychischen Erkrankungen führen - letztlich sogar zum Burn-out.

"Menschen, die sich aktivistisch engagieren, sind generell einem hohen Burn-out-Risiko und psychischen Problemen ausgesetzt. Obwohl Aktivismus auch zu einem Gefühl der Selbstwirksamkeit führen kann, ist es eine Herausforderung, die Balance zu finden, zwischen von Angst und Wut getriebenem Aktivismus und gleichzeitig das Leben noch genießen zu können" - Polar Noir

Der Song findet eine Balance zwischen aktivistischer Wut und Angst und dem Finden von Freude und Hoffnung im Wesen des Lebens. Musikalisch wird das Befinden mit emotionalem Gesang und einer gefühlvollen E-Gitarre aufgegriffen und von hallenden Synthesizern begleitet. Was zunächst vielleicht zum Träumen motiviert, artet schließlich in einem Höhepunkt aus, der uns alle wachrütteln sollte.

Das Musikvideo zu "Circles"

Das Musikvideo wurde ebenfalls in der Arktis kreiert und stellt zwei wichtige Fragen: Sind wir die letzte Generation, die die Arktis in diesem Zustand sehen kann? Und wie gut können sich unsere Körper und Gesellschaften an extreme Temperaturen und Wetterbedingungen anpassen?




Eine Künstlerin mit Mission

Polar Noir aka Sandra Gern (du kennst sie wahrscheinlich auch als Moderatorin unserer Sendung Chelsea Hotel), nimmt ihre Hörer*innen mit in die Tiefen des Ozeans. Mit hallenden Gitarren und wabernden Synthesizern spiegelt die Musik die Ästhetik des Wassers und setzt sich mit den Folgen eines sich wandelnden Planeten auseinander. Hier kannst du dir die Arctic Live Session von "Underwater" anschauen, um dich noch mehr bewegen zu lassen:

Design ❤ Agentur zwetschke