Thees Uhlmann: Club 27

Thees Uhlmann: Club 27

Der neue Song von Uhlmann, Robin Grubert & Benjamin von Stuckrad-Barre

Von  Anna Taylor
Zum Todestag von Kurt Cobain: Benjamin von Stuckrad-Barre feat. Robin Grubert feat. Thees Uhlmann über den fatalen Club 27.

Jesus lebt, Kurt Cobain ist tot

Mit anderen Worten: Dieses Jahr fällt Ostern auf den Todestag von Kurt Cobain. Heute vor 27 Jahren, am 5. April 1994, nimmt sich dieser mit 27 Jahren das Leben und tritt damit dem Club 27 bei. Kurt Cobain ist nun in Gesellschaft anderer Legenden wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison. 17 Jahre später kommt Amy Winehouse nach. 

Die Thematik um den Club 27 fasziniert Popliterat*innen und -musiker*innen und wird damit ständig in Werken aufgegriffen. Nun eben ganz frisch: "Club 27" von Thees Uhlmann, Benjamin von Stuckrad-Barre und Robin Grubert. Die Worte stammen aus der Feder der letzteren beiden, um die musikalische Untermalung kümmert sich Ersterer.




Wir schreiben das Jahr 2019 - wir wissen noch nicht, was im folgenden Jahr kommen soll und dann veröffentlicht Thees Uhlmann auch noch seinen Beitrag für die KiWi-Musikbibliotheksreihe über keine geringere Schlager-Punk-Band als Die Toten Hosen. Das Album wird im September 2020 - wir befinden uns nun mitten in der Pandemie - zum Live-Album erweitert, auf dem Thees Songs der Band singt.

Nun, im Jahre 2021, verbindet der Niedersachse erneut Literatur und Musik und schließt sich mit dem Autor Benjamin von Stuckrad-Barre und dem Musiker Robin Grubert zusammen. Oder vielleicht ist es doch eher andersrum: Benjamin und Robin haben den Song bereits vor einigen Jahren geschrieben. Der Song beschreibt die Faszination für einen der wenigen Clubs, in den die beiden nicht reinkommen. Zum Glück, natürlich. Denn: "Da kommst du nur rein, wenn du zu früh gehst".
"'Too old to die young / sprach der Sensenmann' – ja, es gab Zeiten, da Grubert und Stuckrad-Barre nah dran waren, in den Club 27 (oder wenigstens 28, 29, 30 ff.) aufgenommen zu werden. Obwohl sie natürlich keinem Club beitreten würden, der sie akzeptiert. Aber sie haben überlebt – und folglich manches zu erzählen: 'Ich sag, ok, da komm ich wohl zu spät'." - Arne Willander

Über diese von von Stuckrad-Barre und Grubert geschriebenen Zeilen singt und spielt nun Thees Uhlmann.

Und bringt den Song damit endlich zum Leben. Der Klang ist weit weniger bedrückend als die ganze Tragik um den Club27. Melancholie schwingt trotzdem mit - classic Uhlmann eben.




Zuletzt erschien von Benjamin von Stuckrad-Barre übrigens das gemeinsame Werk mit Martin Suter - Alle sind so ernst geworden. Das Interview von Günter Keil mit den beiden Autoren kannst du in der egoFM Buchhaltung hören, in der Ausgabe vom 12. Dezember 2020.

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